Die Stadt, die niemals schläft, ist bei den diesjährigen US Open etwas zu weit gegangen, wo eine wachsende Zahl von Matches nach 2 Uhr morgens vor leeren Stadien endet.
Alexander Zverev war nach seinem Erstrundenmatch, das in den frühen Morgenstunden endete, nicht in Stimmung zu reden. Mit leeren Sitzen ringsum beantwortete er zwei Fragen von Reportern auf dem Platz und ging. „Ich denke, alle sind müde", sagte er. „Alle wollen schlafen gehen."
Finishes nach 2 Uhr morgens
Zverev war nicht allein. Auch das Erstrundenmatch von Venus Williams gegen Sofia Kenin auf dem Arthur Ashe Stadium dauerte bis nach 2 Uhr Ortszeit. Fernsehbilder zeigten Reihen leerer Sitze hinter Williams, als sie den Platz verließ.
Spieler äußern sich
Die topgesetzte Aryna Sabalenka, die vor zwei Jahren das viertspäteste Frauenspiel der Turniergeschichte spielte, gehört zu den Spielerinnen, die Veränderungen fordern. „Wenn du spät fertig bist, verschiebt sich der nächste Tag stark", sagte Sabalenka.
Ein Drang nach Veränderung
Die Beschwerden führen nun endlich zu strukturellen Reaktionen. Wimbledon und die US Open erhöhten 2026 das Preisgeld, und die Grand Slams schaffen einen Spielerbeirat, der nach den US Open seine Arbeit aufnimmt. Ob der Rat ein Ende der Nachtspiele durchsetzen wird, ist unklar. Nacht-Sessions sind bei Sendern und Fans beliebt. Doch wie dieses Turnier zeigt, hat die Dramatik ihren Preis.