Die US-Inflation hat sich im Juli abgekühlt und gibt der Federal Reserve Spielraum, die Zinsen stabil zu halten. Die Verbraucherpreise stiegen um 3,4 % gegenüber dem Vorjahr, leicht unter dem Wert des Vormonats und unter den Erwartungen vieler Ökonomen. Auch die Großhandelspreise gaben nach, da der Energieschock durch den Iran-Krieg allmählich abklang.
Inflation lässt nach, aber die Preise bleiben hoch
Der Juli-Bericht zeigt, dass das Preiswachstum nachlässt, aber nicht verschwunden ist. Lebensmittelrechnungen, Mieten und Kfz-Versicherungen kosten alle mehr als vor einem Jahr. Die Verlangsamung kam hauptsächlich aus dem Energiebereich, wo die Treibstoffpreise nach einem starken Anstieg früher im Jahr nicht mehr weiter stiegen.
Die Kerninflation, die Lebensmittel und Energie ausklammert, blieb hartnäckig. Dienstleistungen wie Wohnen und Gesundheitsversorgung trieben die Preise weiter nach oben. Ökonomen sagten, diese Mischung erkläre, warum die Fed noch keinen Sieg verkündet hat.
Was die Fed als Nächstes tun wird
Vor dem Bericht hatten einige Politiker über eine erneute Zinserhöhung gesprochen, um den kriegsbedingten Energieschock zu bekämpfen. Die kühleren Daten geben ihnen einen Grund zu warten. Die meisten Analysten erwarten nun, dass die Fed die Zinsen bei ihrer nächsten Sitzung stabil hält und die Daten noch ein oder zwei Monate beobachtet.
Die Märkte begrüßten die Nachricht. Die Aktienfutures stiegen nach der Veröffentlichung, und die Händler reduzierten ihre Wetten auf eine kurzfristige Zinserhöhung. Die Anleiherenditen gaben nach, da die Anleger eine geduldigere Zentralbank einpreisten.
Die Risiken vor uns
Das Bild könnte sich schnell ändern. Die Ölpreise bleiben hoch, und ein neuer Anstieg würde die Inflation wieder nach oben treiben. Zölle auf importierte Waren sind ein weiteres Risiko, ebenso wie Lohnzuwächse auf einem angespannten Arbeitsmarkt. Vorerst hat die Fed Luft zum Atmen, aber ihr nächster Schritt wird von den Daten abhängen, die in den kommenden Wochen eintreffen.