Die US-Staatsverschuldung hat laut Finanzministerium die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Der Meilenstein wurde erreicht, als die Ausgaben für den Iran-Krieg, Steuersenkungen und Zollrückerstattungen die Steuereinnahmen übertrafen.
Präsident Trump versprach, die Haushaltsdisziplin wiederherzustellen und die Schuldenlast zu reduzieren. Stattdessen hat die Kreditaufnahme angehalten. Die neue Zahl wirft neue Fragen zum langfristigen fiskalischen Kurs der größten Volkswirtschaft der Welt auf.
Wie die Schulden wuchsen
Drei Posten trieben den jüngsten Anstieg voran. Der Konflikt mit dem Iran fügte Milliarden an Militärausgaben hinzu. Die zuvor verabschiedeten Steuersenkungen reduzierten die Einnahmen. Und Zollrückerstattungen an Unternehmen schmälerten die Zolleinnahmen.
Die Zinszahlungen auf die Schulden steigen ebenfalls. Da die Federal Reserve die Zinsen länger höher hält, frisst die Bedienung der 40-Billionen-Schuld einen wachsenden Teil des Bundeshaushalts auf.
Finanzminister Scott Bessent sagte, er sei zuversichtlich, dass die Inflation zurückgehen werde, wenn der Iran-Konflikt abklinge. Er signalisierte auch Vertrauen in den neu ernannten Vorsitzenden der Federal Reserve, Kevin Warsh.
Handelskrieg erhöht Druck
Die Schuldennachricht kam, als sich der US-Handelsstreit mit Kanada verschärfte. Kanada kündigte Vergeltungszölle von bis zu 50 Prozent auf US-Stahl und andere Produkte an. Ontarios Premierminister Doug Ford warnte vor unprovozierten Angriffen auf die Wirtschaft.
Kanadas Finanzminister Francois-Philippe Champagne sagte, Ottawa habe keine andere Wahl gehabt, als auf die jüngste Welle von US-Zöllen zu reagieren. Die Automobilindustrie auf beiden Seiten der Grenze bereitet sich auf Unterbrechungen der Lieferkette vor.
Premierminister Mark Carney beschuldigte Trump, Kanadas Autoindustrie zerstören zu wollen. Er sagte, Gespräche könnten nur wieder aufgenommen werden, wenn die USA mit der richtigen Einstellung kämen.
Was Ökonomen beobachten
Ökonomen sind sich uneinig, wie viel die Schuldenhöhe ausmacht. Einige sagen, die USA könnten die Last tragen, weil Investoren ihren Anleihen immer noch vertrauen. Andere warnen, dass steigende Zinskosten die Ausgaben für Straßen, Schulen und Verteidigung verdrängen würden.
Die Wall Street erhält am Freitag ihr nächstes Signal, wenn die Regierung ihren monatlichen Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Die New Yorker Fed meldet derweil, dass die Zahlungsrückstände bei Kreditkarten und Autokrediten weiterhin erhöht sind – ein Zeichen dafür, dass die Finanzen der Haushalte unter Druck stehen.
Vorerst ist die 40-Billionen-Marke eine Zahl, keine Krise. Aber beide Parteien wissen, dass die Rechnung irgendwann fällig wird.