Wirtschaft

USA schaffen im August 162.000 Arbeitsplätze – deutlich über Prognosen

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Besser als erwartet

US-Arbeitgeber haben im August 162.000 Arbeitsplätze geschaffen, ein viel stärkerer Zuwachs als von Prognostikern erwartet und eine klare Erholung nach einem schwachen Juli. Das Arbeitsministerium veröffentlichte die Zahlen am Freitagmorgen, die Arbeitslosenquote blieb stabil bei 4,1 Prozent. Von Bloomberg befragte Ökonomen hatten nur mit etwa 55.000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet. Der August-Bericht enthielt auch Revisionen: Die Regierung hob ihre Beschäftigungszahlen für Juni und Juli um insgesamt 55.000 Arbeitsplätze an. Auch die Ankündigungen von Entlassungen gingen zurück.

Wo die Arbeitsplätze entstanden

Die Einstellungen waren im Gesundheitswesen und im Gastgewerbe am stärksten. Auch Fabriken und Bauunternehmen stellten Arbeiter ein. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen leicht auf 206.000, was historisch gesehen immer noch ein niedriges Niveau ist. Die Chefökonomin von ADP, Nela Richardson, hat den aktuellen Markt als einen beschrieben, der „abkühlt, nicht bricht", und die Zahlen vom Freitag stützen diese Sicht: Das Wachstum ist stabil, aber nicht mehr glühend heiß.

Was es für die Fed bedeutet

Der Bericht erschien wenige Tage vor der Septembersitzung der Federal Reserve. Nach den Daten erhöhten Anleger die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf etwa 60 Prozent. Dennoch sagen viele Ökonomen, der Inflationsbericht der nächsten Woche werde für die Entscheidung der Fed wichtiger sein als die Arbeitsmarktzahlen. „Die Märkte könnten ihre Erwartungen an eine Zinserhöhung im September nach der heutigen Veröffentlichung leicht anheben, aber der CPI-Bericht der nächsten Woche bleibt wahrscheinlich der entscheidende Faktor für die Politik", sagte Seema Shah, Chefstrategin bei Principal Asset Management.

Quelle: NPR