Eine seismische 48 Stunden
Der Fußball steht vor seiner größten Governance-Krise seit Jahren. Die UEFA hat mit einem Boykott der Weltmeisterschaft gedroht, und die CONCACAF hat einen Finanzierungsplan von FIFA-Präsident Gianni Infantino abgelehnt.
Die Probleme begannen mit einem FIFA-Vorschlag, die kommerziellen Rechte an der erweiterten Weltmeisterschaft 2026 zu verkaufen. Die europäischen Verbände sahen darin einen Ausverkauf des wertvollsten Guts des Sports. Kritiker sagten, es würde die Kontrolle über das Turnier an private Investoren übergeben.
FIFAs Reaktion
Der FIFA-Rat handelte schnell, um den Schaden zu begrenzen. Er bekräftigte seine Unterstützung für Infantino und entschuldigte sich für die Art und Weise, wie der Plan gehandhabt wurde. Aber die Entschuldigung hat die Revolte nicht beruhigt.
Die UEFA erklärte, das Vertrauen sei gebrochen. Ihre Führung will den Plan vollständig zurückziehen und ein Mitspracherecht bei künftigen kommerziellen Deals. Auch die CONCACAF, die den Fußball in Nord- und Mittelamerika leitet, will eine größere Stimme bei WM-Entscheidungen.
Ehemalige Spieler und Funktionäre haben sich der Kritik angeschlossen. Einige haben den Rücktritt von Infantino gefordert. Andere haben eine unabhängige Überprüfung der Ausarbeitung und Genehmigung des Plans verlangt.
Was jetzt passiert
Der Konflikt wirft schwierige Fragen auf. Kann die WM 2026 stattfinden, wenn sich die UEFA-Mitglieder weigern teilzunehmen? Europäische Teams haben die meisten der letzten Turniere gewonnen, und ein Boykott würde das Ereignis bis zur Unkenntlichkeit verändern.
Auch Infantinos Position steht unter Druck. Er führt die FIFA seit 2016 und hat frühere Auseinandersetzungen überstanden. Diesmal umfasst die Opposition einige der mächtigsten Verbände des Sports.
Die FIFA erklärt, sie werde in den kommenden Wochen Gespräche mit allen Konföderationen führen. Die Zeit drängt. Das Turnier 2026 soll in Nordamerika stattfinden, und die Organisatoren brauchen lange vor dem Anpfiff eine stabile Einigung.