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Trump ordnet Pentagon an, Militärmanöver mit Südkorea zu reduzieren

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Anordnung betrifft gemeinsame Übungen

Präsident Trump hat das Pentagon angewiesen, den Umfang der Militärmanöver mit Südkorea zu reduzieren. Die Entscheidung betrifft lang geplante gemeinsame Übungen, die seit Jahrzehnten ein Eckpfeiler des Bündnisses sind. Beamte des Weißen Hauses sagten, der Schritt spiegele die „sehr gute Beziehung" des Präsidenten zu Nordkoreas Führer Kim Jong Un wider.

Die Anordnung kam, nachdem Südkorea sich zuvor aus der US-Militäraktion gegen den Iran herausgehalten hatte. Mit der Entscheidung vertraute Beamte sagten, der Präsident habe Seoul eine Botschaft über Lastenteilung und Bündnisverpflichtungen senden wollen.

Abgeordnete wehren sich

Die Entscheidung stieß in Washington sofort auf Kritik beider Parteien. Senator Jack Reed, ranghöchster Demokrat im Streitkräfteausschuss, nannte sie „eine weitere unsinnige, willkürliche Entscheidung", die Pjöngjang ermutigen könnte. Andere Abgeordnete warnten, die Reduzierung der Abschreckung auf der koreanischen Halbinsel bringe amerikanische Truppen und regionale Verbündete in größere Gefahr.

Südkoreanische Beamte haben um weitere Details gebeten, welche Übungen gestrichen werden und wann. Die Verbündeten halten derzeit jährlich Dutzende Trainingsveranstaltungen ab, von kleinen Einheitsübungen bis zu groß angelegten Manövern mit Zehntausenden Soldaten.

Was als Nächstes passiert

Planer des Pentagons prüfen nun, welche Übungen gekürzt werden. Verteidigungsbeamte sagten, die grundlegende Einsatzbereitschaft werde fortgesetzt, aber große kombinierte Manöver könnten reduziert oder verschoben werden. Analysten sagen, die Änderung könnte Monate dauern und von einer künftigen Regierung rückgängig gemacht werden.

Der Schritt ist die jüngste Verschiebung in einer volatilen Beziehung. Trump hat sich wiederholt über die Kosten der Stationierung US-Truppen in Südkorea beschwert und Kim Jong Un mehrfach getroffen. Nordkorea hat sich zu den reduzierten Übungen noch nicht geäußert, aber Staatsmedien bezeichnen solche Manöver oft als Vorbereitung auf eine Invasion.

Quelle: The New York Times