Politik

Richter erklärt Trumps Plan zur Halbierung des FEMA-Personals für rechtswidrig

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Ein Bundesrichter hat entschieden, dass ein Plan der Trump-Regierung, das Personal der Federal Emergency Management Agency zu halbieren, rechtswidrig war, berichtet die Associated Press. Die am Freitag ergangene Entscheidung blockiert eine der größten geplanten Kürzungen bei der für die föderale Katastrophenhilfe zuständigen Behörde.

Was der Richter entschied

Die US-Bezirksrichterin Susan Ilston stellte fest, dass das Heimatschutzministerium, die Mutterbehörde von FEMA, gegen das Gesetz verstieß, als es die Belegschaft um 50 Prozent kürzen wollte. Die AP berichtete, Ilston habe geschrieben, der FEMA-Personalplan habe die für eine solche Reduzierung erforderlichen rechtlichen Schritte nicht eingehalten.

Die Entscheidung ist die jüngste gerichtliche Kontrolle der Bemühungen der Regierung, Bundesbehörden umzustrukturieren. Sie kommt zudem, nachdem der eigene Überprüfungsprozess der Behörde deren Position bereits abgeschwächt hatte.

Die Überprüfung, die den Kurs änderte

Ein per Exekutivanordnung geschaffener FEMA-Überprüfungsrat sollte bewerten, wie die Behörde arbeitet, und Änderungen empfehlen. Ein von der AP eingesehener Entwurf vom Dezember 2025 enthielt die Empfehlung, die FEMA-Belegschaft um 50 Prozent zu kürzen. Die Endfassung rückte von dieser Zahl ab und forderte stattdessen eine „strategische Überprüfung" zur Festlegung angemessener Personalstärken.

Auch die Führung des Ministeriums hat gewechselt. Der frühere Senator Markwayne Mullin aus Oklahoma ersetzte Kristi Noem Ende März 2026 als Heimatschutzminister. Er hat einige Richtlinien rückgängig gemacht, die laut Behördenmitarbeitern ihre Arbeit verlangsamten, darunter die Vorgabe, dass der Minister persönlich jede Ausgabe über 100.000 Dollar genehmigen muss. Trump hat Cameron Hamilton für die FEMA-Leitung nominiert.

Katastrophenhilfe und der politische Kampf

Der Personalstreit steht im weiteren Kontext der Frage, wie Katastrophengeld verteilt wird. Ein von Demokraten im zuständigen Ausschuss des Repräsentantenhauses erstelltes Memo besagt, Trump habe 89 Prozent der Katastrophenhilfeanträge republikanischer Gouverneure und 23 Prozent aus demokratisch geführten Staaten genehmigt.

Eine überparteiliche Gesetzesinitiative zur FEMA-Reform wartet auf Behandlung im Repräsentantenhaus. Befürworter sagen, der Bericht des Überprüfungsrats, die neue Behördenführung und die Unterstützung der Beteiligten gäben Kongress und Weißem Haus, was sie brauchen, um die Behörde auf dem Papier zu ändern.

Ungeklärt bleibt die Personalfrage selbst. Die Gerichtsentscheidung bedeutet, dass die 50-Prozent-Kürzung nicht wie geschrieben umgesetzt werden kann, sodass die Größe der Behörde durch den Überprüfungsprozess und weitere Rechtsstreitigkeiten entschieden wird.

Quelle: AP / PBS NewsHour