Eine Studie, die eine der meistgestellten Fragen der Langlebigkeitsforschung beantworten soll, hat noch nicht begonnen. TAME – Targeting Aging with Metformin – soll testen, ob ein jahrzehntealtes Diabetes-Medikament Alterskrankheiten verzögern kann.
Was die Studie untersuchen würde
Die American Federation for Aging Research beschreibt TAME als geplante randomisierte Studie mit etwa 3.000 Erwachsenen im Alter von 65 bis 79 Jahren an 14 US-Standorten über sechs Jahre, koordiniert in Wake Forest. Untersucht würde, ob Metformin bei Menschen ohne Diabetes den Beginn von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Demenz verzögert.
Die geschätzten Kosten liegen bei 45 bis 70 Millionen Dollar. Das National Institute on Aging hat etwa 5 Millionen Dollar bereitgestellt, die Finanzierung stützt sich auf Philanthropen und Stiftungen. Forscher sagen, das Kernproblem sei, dass Metformin ein billiges Generikum ist, sodass kein Pharmaunternehmen eine Rendite erwartet.
Was die Evidenz bisher zeigt
Metformin ist nur für Typ-2-Diabetes zugelassen. Es ist nicht für das Altern zugelassen, und bei der FDA wird keine Altersindikation geprüft, da sie Altern nicht als behandelbare Krankheit betrachtet. Die Argumente für eine breitere Nutzung stützen sich auf gemischte Tierdaten und Beobachtungsstudien an Menschen mit Diabetes. Online verbreitete Behauptungen, die Studie habe Tausende Teilnehmer rekrutiert oder Ergebnisse geliefert, sind falsch.
Warum es dennoch wichtig ist
Zeigte die Studie, dass Metformin altersbedingte Krankheiten mildert, eröffnete das Regulierern einen Weg, Medikamente gegen Altersbiologie statt gegen einzelne Erkrankungen zu bewerten. Derzeit bleiben Patienten und Ärzten Beobachtungsdaten – und kein Studienergebnis.