Zoll folgt auf Sicherheitsuntersuchung
Präsident Donald Trump hat am Donnerstag eine Exekutivanordnung unterzeichnet, die einen Zoll von 15% auf importierte Produkte aus Polysilizium erhebt. Polysilizium ist ein Schlüsselrohstoff für Halbleiterchips und Solarmodule. Die Anordnung folgte auf eine nationale Sicherheitsuntersuchung der Produktion des Materials im Ausland.
Die Anordnung legt auch Mindestimportpreise für Polysilizium und verwandte Güter wie Wafer und Solarzellen fest. Die Maßnahmen sollen im Dezember in Kraft treten.
China dominiert Polysilizium-Produktion
Chinesische Unternehmen halten etwa 96% der weltweiten Polysilizium-Produktion. Diese Dominanz hat das Material zu einem Brennpunkt im Handelskrieg zwischen Washington und Peking gemacht. US-Beamte sagen, die Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen stelle ein Risiko für die heimische Chip- und Solarfertigung dar.
Der Zoll zielt darauf ab, amerikanische Produzenten zu schützen, während sie wachsender Konkurrenz aus Chinas Chipindustrie ausgesetzt sind. Trump sagte, die USA hätten zu lange zugelassen, dass ausländische Firmen heimische Produzenten im Polysilizium-Sektor schwächten.
Anreize für US-Hersteller
Die Regierung kündigte an, Anreize zur Steigerung der heimischen Polysilizium-Produktion zu bieten. Details dieser Anreize wurden nicht vollständig ausgearbeitet, aber Beamte rahmten das Paket als Teil eines breiteren Vorstoßes zum Wiederaufbau der US-Fertigungskapazität bei kritischen Materialien.
Der Schritt ist die jüngste in einer Reihe von Handelsmaßnahmen, die auf Technologie-Lieferketten abzielen. Branchenanalysten sagen, der Zoll könnte die Kosten für Solarprojektentwickler erhöhen, während er US-Produzenten mehr Spielraum für Wettbewerb gibt. Der langfristige Effekt wird davon abhängen, wie schnell heimische Fabriken hochskalieren können.