Wirtschaft

Öl über 100 Dollar – Nahost-Kämpfe belasten Aktien und Anleihen

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Die Ölpreise stiegen am Donnerstag über 100 Dollar pro Barrel, und die Aktienmärkte fielen, als sich die Kämpfe im Nahen Osten ausweiteten und Anleger das Risiko eines langen Konflikts abwogen. Bloomberg zufolge wurde Rohöl zeitweise über 109 Dollar gehandelt.

Die Kosten für Treibstoff und Warentransport sind eng an Rohöl gekoppelt, sodass ein anhaltender Anstieg binnen Wochen in die Inflation einfließt. Anleger reagierten mit Aktienverkäufen in den USA und Europa und trieben die Renditen Staatsanleihen auf Mehrjahreshöchststände.

Kreditkosten steigen

Ein starker Ausverkauf bei US-Staatsanleihen setzte sich fort, da Händler befürchteten, höhere Energiepreise könnten die Inflation über dem Ziel halten und Zinssenkungen verzögern. Der Dollar erstarkte ebenfalls, selbst gegenüber traditionellen Safe-Haven-Währungen wie Franken und Yen.

Unternehmen investieren trotzdem

Höhere Finanzierungskosten haben den Ausbau der KI-Infrastruktur noch nicht gebremst. Microsoft plant, seine Rechenzentrumskapazität bis 2032 auf etwa 38 Gigawatt zu erweitern. OpenAI startete zudem eine ChatGPT-Version für Finanzdienstleister.

Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen stieg im August den sechsten Monat in Folge, wobei Europa das Wachstum anführte. Die Texas Stock Exchange überzeugte drei Energie-Partnerschaften, ihre Hauptnotierungen nach Dallas zu verlegen.

Schulden und Dividendenversprechen

Die US-Bundesschulden haben laut Finanzministerium die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Gleichzeitig hat Präsident Donald Trump 5.000-Dollar-Zahlungen an erwachsene Bürger versprochen, falls seine Partei den Kongress hält.

Quelle: Reuters / Bloomberg / CNN