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Masai Russell bricht in Zürich den Weltrekord über 100 Meter Hürden

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Ein Rekord fällt in Zürich

Die amerikanische Hürdenläuferin Masai Russell hat am Donnerstag beim Diamond-League-Meeting in Zürich den Weltrekord über 100 Meter Hürden der Frauen gebrochen. Russell überquerte die Ziellinie in 12,09 Sekunden und verbesserte die alte Bestmarke um 0,03 Sekunden. Der bisherige Rekord hatte jahrelang Bestand und galt als einer der schwersten der Sportart.

Die Menge im Letzigrund-Stadion erhob sich, als die Zeit auf der Anzeigetafel erschien. Russell fiel auf die Knie, zeigte dann auf die Uhr und winkte den Rängen zu. Es war der erste Weltrekord beim Zürcher Meeting seit einem Jahrzehnt.

Ein Rennen, das auf Rhythmus aufbaut

Russell lief von Anfang an ein sauberes Rennen. Sie überquerte die ersten fünf Hürden, ohne an Geschwindigkeit zu verlieren, und zog über die letzten drei davon. Ein leichter Gegenwind bremste sie nicht. Ihr Trainer sagte, die Leistung sei das Ergebnis eines langfristigen Plans gewesen, der auf Kraft- und Rhythmustraining basierte.

„Wir haben aufgehört, Zeiten zu jagen, und angefangen, Rhythmus zu jagen", sagte der Trainer Reportern. „Wenn der Rhythmus stimmt, folgt die Zeit." Russell hatte bereits früher in der Saison mit einer persönlichen Bestleistung im Juni auf Rekordform hingedeutet, aber nur wenige erwarteten, dass die Marke so schnell fallen würde.

Was als Nächstes kommt

Russell geht nun als haushohe Favoritin in die Weltmeisterschaften im nächsten Monat. Ihre Hauptkonkurrentinnen werden eine Antwort finden müssen, und das Rennen in Zürich hat die Erwartungen an ein schnelles Finale bei der Meisterschaft erhöht.

Für den Moment genießt Russell den Augenblick. „Ich habe davon geträumt, seit ich ein kleines Mädchen war", sagte sie. „Die Arbeit ist noch nicht getan, aber heute Nacht gehört dem Traum."

Quelle: AP News