Umwelt

Indonesien: Waldbrände könnten bis November brennen

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Die Waldbrandsaison in Indonesien könnte bis Anfang November dauern, sagte Forstminister Raja Juli Antoni lokalen Medien, da die Regenzeit später erwartet wird. Er forderte die Menschen auf, während der verlängerten Dürre kein Feuer zur Landrodung zu nutzen.

Torfbrände sind die schwierigen

Viele Brände in Indonesien brennen auf Torfland, wo Schichten getrockneter Pflanzenreste wochenlang unterirdisch schwelen und nach dem Löschen der Oberflächenflammen wieder aufflammen können. Solche Brände sind schwer und teuer zu löschen und setzen große Mengen Kohlendioxid und Feinstaub frei. Der Rauch reist: In schweren Brandjahren hat Dunst Teile Malaysias und Singapurs eingehüllt und die Luftqualität in ungesunde Bereiche gedrückt.

Dürre und billige Landrodung

Die diesjährige Trockenzeit dauert länger als üblich und lässt Kanäle, Brunnen und Torfvorkommen austrocknen. Bauern und Plantagenfirmen nutzen manchmal Feuer, weil es die billigste Rodungsmethode ist, obwohl es verboten ist. Provinzregierungen können den Notstand ausrufen, um zusätzliche Ressourcen freizusetzen, und Behörden setzen Löschflugzeuge und Wolkenimpfung ein, wenn Brände außer Kontrolle geraten.

Warum es über die Region hinaus zählt

Studien schätzen, dass die Torfbrände von 2015 in wenigen Monaten mehr Kohlenstoff freisetzten als die Jahresemissionen vieler Industrieländer. Deshalb werden Indonesiens Brandsaisons von Klimaforschern ebenso genau verfolgt wie von lokalen Behörden. Die Brände schaden kurzfristig der Gesundheit, bringen Kinder und Ältere mit Atemwegsbeschwerden in Kliniken, und zerstören Lebensräume wie den der Orang-Utans.

Die unmittelbare Frage ist das Wetter. Kommen die Regenfälle wie vorhergesagt im November, sollte die Brandzahl schnell sinken. Verzögern sie sich erneut, könnte das Brennen tiefer ins Jahr reichen und den Dunst wieder über die Grenzen der Region treiben.

Quelle: Reuters