Die Trump-Regierung kündigte am Montag an, Regeln zur Begrenzung von Treibhausgasemissionen aus Kohle- und Gaskraftwerken aufzuheben. Die EPA schlug zudem vor, ihre eigene Befugnis zur künftigen Regulierung dieser Verschmutzung zurückzunehmen.
Was gestrichen wird
Die Änderung hebt Standards von 2024 für bestehende Kohlekraftwerke und neue Gaskraftwerke auf. Die Behörde argumentiert, die Regeln hätten die Netzzuverlässigkeit bedroht, während die Stromnachfrage durch Rechenzentren, Industrie und Elektrifizierung steigt. Der Vorschlag würde es auch späteren Regierungen erschweren, ähnliche Regeln zu erlassen.
Kraftwerke sind nach dem Verkehr die zweitgrößte Quelle von Klimaverschmutzung in den USA und machen fast ein Viertel des nationalen Gesamtausstoßes aus. Allein US-Kraftwerke verursachen rund 3 % der globalen Klimaverschmutzung.
Reaktionen
Umweltgruppen erklärten, die Aufhebung werde Emissionen erhöhen und die öffentliche Gesundheit schädigen. „Ohne diese Standards können schmutzige Kohle- und fossile Kraftwerke so viel Kohlenstoffverschmutzung in die Atmosphäre blasen, wie sie wollen", sagte Meredith Hankins, Direktorin für Bundes-Klimarecht beim Natural Resources Defense Council. Michael Gerrard vom Sabin Center for Climate Change Law der Columbia University sagte, 2026 zeichne sich als wärmstes Jahr der Aufzeichnungen ab.
Weiterer Kontext
Die US-Emissionen stiegen 2025 und kehrten einen Abwärtstrend um, teils weil Kraftwerke mehr Kohle verbrannten. Die Kohlenachfrage in den USA soll 2026 um etwa 7 % fallen. Die Aufhebung erfolgt Wochen vor der Climate Week NYC und kurz nach einem UNEP-Bericht, wonach die Erwärmung nahe 1,4 °C liegt und um etwa 0,25 °C pro Jahrzehnt steigt, wobei ein Überschreiten von 1,5 °C in wenigen Jahren wahrscheinlich ist.