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Tracker zeigt fast 400 gelöschte oder veränderte Bundesdatensätze unter Trump

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Eine wachsende Liste von Entfernungen

Ein neuer Online-Tracker hat fast 400 Bundesdatensätze gezählt, die die Trump-Administration gelöscht oder verändert hat. Der Tracker, erstellt von der Forschungsgruppe dataindex.us, dokumentiert mindestens 28 gelöschte Datensätze und 338 modifizierte Datensammlungen. Die Änderungen betreffen mehr als 60 Bundesbehörden. Zu den Themen gehören Umwelt, Arbeit, Strafverfolgung, Bildung und öffentliche Gesundheit.

Der Tracker entstand aus einer aggressiven Kampagne zur Entfernung von Regierungsdaten, die nicht mit den Prioritäten der Administration übereinstimmen. Der Guardian berichtete am 18. August über die Ergebnisse.

Gesundheitsdaten am stärksten betroffen

Gesundheitsdaten machen etwa 40 Prozent aller beendeten oder modifizierten Datensätze aus. Mehrere Beispiele stechen hervor. Eine Datenbank über Fehlverhalten von Bundespolizisten ist verschwunden. Eine Umfrage zu körperlicher, sexueller und emotionaler Gewalt gegen Kinder und Jugendliche wurde entfernt. Echtzeit-Luftverschmutzungsmessungen von US-Botschaften weltweit sind nicht mehr verfügbar.

Andere Änderungen betreffen grundlegende Instrumente der öffentlichen Gesundheit. Beim Behavioral Risk Factor Surveillance System, einer koordinierten Telefonumfrage der Bundesstaaten, wurden Geschlechtsidentitäts-Items entfernt. Bei der National Survey of Drug Use and Health wurde die Frage zur Geschlechtsidentität gelöscht und die Frage zum Geburtsgeschlecht auf binäre Optionen umformuliert. Überwachungsinstrumente für Drogenüberdosierungen, Krankheitsausbrüche und Müttergesundheit waren am stärksten betroffen.

Sorgen um Forschung und Sicherheit

Forscher und Experten des öffentlichen Gesundheitswesens sagen, die Entfernungen gefährden die Fähigkeit der Nation, neu auftretende Krankheitsbedrohungen zu erkennen und darauf zu reagieren. Wissenschaftler, die lokale Gesundheitstrends und Chemikaliensicherheit untersuchen, haben den öffentlichen Zugang zu wichtigen Daten verloren. Bildungsforscher stehen vor ähnlichen Problemen. Die Administration verteidigt die Änderungen als Bereinigung von Inhalten, die nicht ihren Zielen entsprechen. Kritiker sagen, der Datenverlust werde jahrelang spürbar sein, da Bundesdatensätze oft die einzige vollständige Aufzeichnung zu einem Thema sind.

Quelle: The Guardian