Ein geteiltes Komitee wählt Geduld
Die Federal Reserve ließ die Zinsen bei ihrer Juli-Sitzung unverändert. Der Federal Funds Rate bleibt in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Die Abstimmung war 9 zu 3. Drei politische Entscheidungsträger wollten eine sofortige Erhöhung um einen Viertelpunkt. Die Mehrheit wählte Geduld, obwohl die Inflation über dem 2-Prozent-Ziel der Fed liegt.
Der Arbeitsmarkt ist nahe der Vollbeschäftigung, was die Beibehaltung stützt. Aber die Kerninflation bleibt über dem Ziel, und die Energiepreise haben zusätzlichen Druck ausgeübt. Der Konflikt mit dem Iran hat die Öl- und Gaspreise im Gleichschritt mit den Kämpfen steigen und fallen lassen.
Weichere Inflationsdaten helfen
Frische Inflationszahlen haben der Fed Raum zum Warten gegeben. Der neueste Verbraucherpreisindex-Bericht fiel milder aus als von vielen Beamten erwartet. Dieser Bericht bestärkte den geduldigen Ansatz einer großen Gruppe in der Zentralbank. Er beendete jedoch nicht die Debatte über den nächsten Schritt.
Es wird erwartet, dass die Energiepreise in der nächsten Inflationsmessung fallen. Das könnte die Gesamtzahlen weiter abkühlen. Die Kernpreismessungen liegen immer noch bei etwa 3,2 Prozent im Jahresvergleich, weit über dem Ziel der Fed.
Was im September zu beachten ist
Die Märkte konzentrieren sich nun auf die September-Sitzung. Die drei abweichenden Stimmen erhöhen den Druck für eine Erhöhung. Die eigenen Projektionen der Fed vom Juni zeigten, dass neun Mitglieder mindestens eine Erhöhung im Jahr 2026 erwarten, während acht keine Änderung erwarten.
Kreditnehmer spüren bereits die Belastung. Die Hypothekenzinsen sind auf 6,81 Prozent gestiegen, den höchsten Stand seit einem Jahr, bevor sie leicht auf 6,65 Prozent fielen. Höhere Zinsen belasten Hauskäufer und Unternehmen. Die meisten Ökonomen erwarten, dass die Fed die Politik für den Rest von 2026 auf Eis legt. Aber mit drei Beamten, die auf mehr drängen, bleibt eine Erhöhung im September eine reale Möglichkeit.