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Fed hält Zinsen an, Inflation bleibt hoch und Wachstum schwächt sich ab

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Zinsen unverändert

Die Federal Reserve hat die Zinsen bei ihrer Juli-Sitzung stabil gehalten und sich auf die anhaltend hohe Inflation berufen. Es war die zweite Entscheidung unter Vorsitzendem Kevin Warsh, der das Amt Anfang des Jahres übernahm.

In ihrer Erklärung betonte die Fed, die Inflation liege weiter über dem Zwei-Prozent-Ziel und man brauche mehr Belege für eine nachhaltige Verlangsamung, bevor die Zinsen gesenkt würden. Der Leitzins bleibt damit zum dritten Mal in Folge unverändert.

Wachstum schwächt sich ab

Die Entscheidung fällt, während die US-Wirtschaft Anzeichen einer Abkühlung zeigt. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal 2026 langsamer, belastet durch Zölle und höhere Ölpreise.

Ökonomen sprechen von einem Angebotsschock durch neue Importabgaben und steigende Energiekosten. Das Weiße Haus kündigte am 23. Juli neue Zölle auf die meisten Güter aus Großbritannien, der EU und China an – zwischen 10 und 12,5 Prozent.

Trotz der Schwäche blieb die Inlandsnachfrage robust. Der Konsum hielt sich, und die Unternehmen stellten weiterhin stabil ein. Analysten beschreiben die Lage als stagflationsartig: schwaches Wachstum bei hartnäckigem Preisdruck.

Dissens in der Fed

Die Entscheidung fiel nicht einstimmig. Die internen Gegensätze verschärften sich, einige Mitglieder sprachen sich für eine Zinserhöhung aus, um die Inflation aggressiver zu bekämpfen.

Die abweichenden Stimmen wurden in den Sitzungsprotokollen veröffentlicht und offenbarten scharfe Meinungsverschiedenheiten über den weiteren Kurs. Anleiheinvestoren sind nervös wegen der fehlenden Orientierung, die Renditen langfristiger Staatspapiere zogen an.

Die Märkte erwarten nun, dass die Fed die Zinsen bis zum Herbst hält und nur senkt, wenn die Inflation zurückgeht. Die nächste Sitzung ist für September geplant.

Source: Al Jazeera / The New York Times