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Dutzende Tote bei Massenansturm von Migranten auf spanische Enklave Ceuta

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Was an der Grenze geschah

Mindestens 57 Menschen sind tot, nachdem Zehntausende Migranten diese Woche die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Enklave Ceuta gestürmt haben. Spanische Beamte erklärten, die Zahl der Todesopfer steige weiter, während Rettungsteams die Küstengewässer und Klippen entlang der Route durchsuchten. Einige Berichte beziffern die Zahl der Toten auf über 70. Der Ansturm überforderte die örtlichen Sicherheitskräfte und zwang Spanien, Truppen an die Grenze zu schicken.

Marokko macht Online-Desinformation verantwortlich

Marokkanische Beamte machten für den Ansturm eine böswillige Ausnutzung digitaler Plattformen verantwortlich. Falsche Nachrichten im Internet hätten die Menschen zu dem Grenzübertritt ermutigt. Rabat verwies auch auf soziale und wirtschaftliche Probleme in der Region. Die spanischen Behörden erklärten, die meisten Migranten seien inzwischen nach Marokko zurückgekehrt, Hunderte warteten jedoch noch auf ihre Bearbeitung.

EU-Reaktion und Ausblick

Die Europäische Union berief eine Krisensitzung ein. Die EU-Staats- und Regierungschefs drängten auf eine engere Zusammenarbeit mit Marokko bei der Grenzkontrolle und schnellere Rückführungen. Spanien hat um mehr EU-Mittel für die Verwaltung der Enklaven Ceuta und Melilla gebeten. Die endgültige Zahl der Todesopfer wird noch bestätigt, die Rettungsaktionen laufen weiter.

Source: AP News