Rekordbewertung für einen Premier-League-Klub
Die Eigentümer des FC Liverpool haben sich darauf geeinigt, etwa ein Drittel des Klubs an ein Konsortium zu verkaufen, dem auch der Milliardär und Amazon-Gründer Jeff Bezos angehört. Die BBC berichtete am Montag, dass der Deal den Premier-League-Klub mit mehr als 5 Milliarden Pfund bewertet – eine der höchsten Bewertungen, die je einem europäischen Fußballverein zuteilwurde. Die Vereinbarung wurde nach monatelangen Gesprächen unterzeichnet, wie Personen aus dem Umfeld der Verhandlungen mitteilten.
Das Konsortium, dem auch mehrere US-Investoren angehören, wird eine Minderheitsbeteiligung übernehmen. Fenway Sports Group, die Liverpool seit 2010 kontrolliert, behält die Mehrheitsbeteiligung und die tägliche Kontrolle über die Fußballgeschäfte.
Was die Käufer bekommen
Der Deal gibt dem Konsortium einen Sitz bei kommerziellen Entscheidungen und einen Anteil an zukünftigen Einnahmen. Personen, die mit den Gesprächen vertraut sind, sagten, die Gruppe sei von der globalen Fangemeinde des Klubs und dem Wachstum der Übertragungs- und Sponsoringeinnahmen angezogen worden.
Liverpool lehnte es ab, sich zu Berichten zu äußern, die die Investition mit Plänen zum Ausbau von Anfield und zur Modernisierung der Trainingsanlagen des Klubs in Verbindung bringen. Der Klub hat in den letzten Transferfenstern viel Geld für Spielerverpflichtungen ausgegeben, und das neue Geld könnte weitere Bewegungen auf dem Transfermarkt finanzieren.
Amerikanisches Geld formt die Premier League neu
Die Transaktion setzt eine Welle amerikanischer Investitionen im englischen Fußball fort. US-Eigentümer kontrollieren bereits mehr als die Hälfte der 20 Premier-League-Klubs, und jüngste Deals haben die Bewertungen stetig nach oben getrieben. Die Premier League wird voraussichtlich den Liverpool-Verkauf im Rahmen ihres Eigentümer- und Direktorentests prüfen, der die Eignung neuer Investoren untersucht.
Fangruppen reagierten vorsichtig und forderten Zusicherungen, dass der Schuldenstand des Klubs nicht steigen werde. Der Deal soll voraussichtlich später in diesem Jahr abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Zustimmung der Liga und behördlicher Genehmigungen. Analysten sagten, das Preisschild könnte einen Maßstab für zukünftige Verkäufe von Top-Europäischen Klubs setzen.