Auto rast in Menschenmenge bei Berliner Pride – mutmaßlich islamistischer Terroranschlag
Ein Fahrzeug fuhr am späten Samstagabend in eine Parkanlage während der jährlichen Pride-Feierlichkeiten in Berlin und tötete mindestens eine Frau. 29 weitere Menschen wurden verletzt. Die deutschen Behörden sprechen von einem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag. Der Vorfall ereignete sich am Rande der Haupt-Pride-Veranstaltung und löste Panik aus, während Rettungskräfte anrückten. Berlins Polizei identifizierte den Tatverdächtigen als 21-jährigen Mann mit bekannten Verbindungen zu lokalen islamistischen Extremistengruppen.
„Es besteht ein dringender Tatverdacht, dass es sich um einen Terrorakt handelt", sagte Polizeisprecher Florian Nath am frühen Sonntag. Der Verdächtige, der der Polizei bereits bekannt war, wurde intensiv gefahndet. Berlins Bürgermeister Kai Wegner verurteilte die Tat als „Angriff auf unsere freie und offene Gesellschaft". Die Pride-Parade wurde sofort abgesagt, die Polizei sicherte den Bereich und leitete eine großangelegte Untersuchung ein.
Der Anschlag reiht sich in eine Serie von Fahrzeugangriffen in Deutschland und Europa ein. Sicherheitsexperte Raphael Bossong von der Stiftung Wissenschaft und Politik betonte, dass solche Attacken schwer zu verhindern seien, da sie alltägliche Fahrzeuge nutzen und Täter oft nur lose mit extremistischen Netzwerken verbunden seien. Europäische Staats- und Regierungschefs verurteilten den Anschlag und sprachen ihr Beileid aus. Deutschland bleibt in erhöhter Terroralarmbereitschaft.