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Aschewolke des Anak Krakatau schließt acht Flughäfen und stört Tausende Flüge

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Der Anak Krakatau brach Anfang September mehr als 24 Stunden lang aus und schleuderte Vulkanasche bis zu 50.000 Fuß in die Atmosphäre, berichtet ScienceDaily. Die Aschewolke schloss acht Flughäfen und störte fast 3.000 Flüge. Die Luftqualität war bis Jakarta, über 150 Kilometer entfernt, beeinträchtigt.

Warum Asche Flugzeuge am Boden hält

Vulkanasche besteht aus winzigen Gesteins- und Glaspartikeln. In einem Triebwerk schmelzen diese Partikel und haften an Turbinenschaufeln, was zum Triebwerksausfall führen kann. Deshalb sperren Luftfahrtbehörden den Luftraum, statt das Risiko einzugehen. Die Vorhersage der Ascheausbreitung hängt von Wind, Temperatur und Säulenhöhe ab, Satelliten verfolgen die Wolke nahezu in Echtzeit.

Ein Name mit Geschichte

Anak Krakatau bedeutet „Kind des Krakatau“. Der Kegel wuchs im Krater des katastrophalen Ausbruchs von 1883, der über 36.000 Menschen tötete, die meisten durch Tsunamis an den Küsten Javas und Sumatras. Seit seinem Auftauchen in den 1920er Jahren ist der Vulkan unruhig. Im Dezember 2018 löste der Teilkollaps des Kegels einen Tsunami aus, der über 400 Menschen an denselben Küsten tötete.

Überwachung einer belebten Meerenge

Indonesiens Zentrum für Vulkanologie und geologische Gefahrenabwehr betreibt Seismometer, Kameras und Neigungsmesser rund um den Gipfel und erlässt je nach Aktivität Sperrzonen. Die Sundastraße ist eine der belebtesten Wasserstraßen der Region, ein Ausbruch betrifft also mehr als die Luftfahrt. Fähren, Fischerboote und Frachtverkehr müssen sich bei steigender Gefahrenstufe anpassen.

Wissenschaftler erwarten, dass das Muster kurzer, explosiver Ausbrüche anhält. Jedes Ereignis schickt eine neue Wolke in Flugrouten, sodass Airlines und Flughäfen der Region Asche-Notfallpläne in ihre Abläufe einbauen werden.

Quelle: ScienceDaily