Wirtschaft

Ex-Notenbankchef Alan Greenspan im Alter von 100 Jahren gestorben

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Architekt der modernen Geldpolitik

Alan Greenspan, der die US-Notenbank fast 19 Jahre lang unter vier Präsidenten führte, starb am Montag in seinem Haus in Washington im Alter von 100 Jahren an den Folgen der Parkinson-Krankheit. Greenspan diente fünf Amtszeiten als Vorsitzender. Zwei Monate nach seinem Amtsantritt stürzte der Dow am Schwarzen Montag im Oktober 1987 um 22% ab. Am nächsten Tag stellte Greenspan die Liquidität der Fed sicher und half dem Markt, sich schnell zu erholen.

Rockstar-Status und Neubewertung

Greenspan genoss in der Finanzwelt Rockstar-Status, da er eine lange Phase wirtschaftlicher Stabilität und einen zehnjährigen Boom ab März 1991 anführte. Nach seiner Pensionierung 2006 wurde sein Ruf im Lichte der globalen Kreditkrise von 2008 schärfer beurteilt. Greenspan sprach von einer „Jahrhundert-Kreditwelle“.

Vermächtnis und Würdigungen

Aus der Finanzwelt gab es zahlreiche Würdigungen. Der amtierende Fed-Chef Kevin Warsh nannte Greenspan einen Giganten der US-Wirtschaftspolitik. Seine Frau Andrea Mitchell sagte: „Für mich war er mein Ehemann, der mein Leben ab unserem ersten Date 1984 prägte.“

Quelle: CNN, CNBC, Bloomberg