Wirtschaft

US-Privatwirtschaft schafft im Juli nur 44.000 neue Stellen und verfehlt Prognosen

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Schwacher Monat

Die US-Privatwirtschaft hat im Juli laut ADP nur 44.000 Arbeitsplätze geschaffen. Der Wert blieb deutlich hinter den Prognosen zurück. Ökonomen hatten für den Monat etwa 100.000 neue private Arbeitsplätze erwartet.

Der Wert ist einer der schwächsten des Jahres. Er deutet auf einen Arbeitsmarkt hin, der schneller abkühlt als viele Analysten erwartet hatten. Die Einstellungen haben sowohl im Dienstleistungssektor als auch in der Warenproduktion nachgelassen.

Kleine und mittlere Unternehmen trugen den Großteil der Einstellungen. Große Unternehmen bauten Stellen ab, so ADP. Sowohl der Bau- als auch der Fertigungssektor verloren Arbeitsplätze, während Freizeit und Gastgewerbe am meisten hinzugewannen.

Was die Daten abdecken

Der ADP-Bericht erfasst nur die Lohn- und Gehaltslisten des privaten Sektors. Staatsjobs sind nicht enthalten. Das offizielle Bild wird später in dieser Woche mit dem monatlichen Arbeitsmarktbericht des Arbeitsministeriums geliefert.

Ökonomen beobachten die ADP-Daten genau als Frühindikator für diesen Bericht. Die beiden Erhebungen stimmen nicht immer überein. Dennoch wirft ein schwacher ADP-Wert oft Fragen zur Stärke des gesamten Arbeitsmarktes auf.

Erwartungen an Zinssenkung

Die schwachen Arbeitsmarktdaten stärken die Forderungen nach einer Zinssenkung durch die Federal Reserve. Fed-Vertreter haben erklärt, sie wollten mehr Beweise dafür, dass die Inflation unter Kontrolle ist, bevor sie die Politik lockern.

Ein sich abschwächender Arbeitsmarkt gibt ihnen Spielraum. Die Märkte preisen nun eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung bei der nächsten geldpolitischen Sitzung ein. „Der Arbeitsmarkt sagt der Fed, dass sie sich Geduld mit der Inflation leisten kann", sagte ein Ökonom.

Das Lohnwachstum kühlte sich im Juli ebenfalls ab, so ADP. Arbeitnehmer, die ihren Job behielten, verzeichneten einen Lohnanstieg von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist ein Rückgang gegenüber den letzten Monaten und nahe an den Niveaus, die die Fed als vereinbar mit ihrem Inflationsziel betrachtet.

Quelle: CNBC