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Mütterlicher RSV-Impfstoff senkt Risiko einer Krankenhauseinweisung von Säuglingen um über 80 % – größte Studie

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Wegweisende Studie bestätigt Wirksamkeit von RSV-Impfstoff bei Säuglingen

Die größte realweltliche Studie zur mütterlichen Impfung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus hat ergeben, dass der Impfstoff das Risiko einer Krankenhauseinweisung von Säuglingen um mehr als 80 % senkt, wenn er mindestens zwei Wochen vor der Geburt verabreicht wird. Die Forschung, durchgeführt von der UK Health Security Agency und vorgestellt auf dem ESCMID Global 2026 in München, analysierte Daten von Tausenden von Mutter-Kind-Paaren im gesamten Vereinigten Königreich.

Der leitende Autor Matt Wilson, Epidemiologe bei der UKHSA, sagte, die Ergebnisse lieferten „robuste Beweise dafür, dass die Impfung einen erheblichen Schutz vor schweren Erkrankungen bei jungen Säuglingen bietet". RSV ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für Krankenhauseinweisungen bei Babys unter sechs Monaten und verursacht Bronchiolitis und Lungenentzündung. Bis vor kurzem gab es keinen Impfstoff, der Neugeborene schützen konnte, die zu jung für die meisten direkten Impfungen sind.

Der Zeitpunkt der Impfung ist entscheidend für den Schutz

Die Studie zeigte, dass die Schutzwirkung am stärksten war, wenn der Impfstoff mindestens zwei Wochen vor der Entbindung verabreicht wurde. Die Forscher verglichen 354 Säuglinge, die mit RSV-bedingten Infektionen der unteren Atemwege ins Krankenhaus eingeliefert wurden, mit 3.511 Kontrollsäuglingen. Nach Bereinigung um Faktoren wie Geschlecht des Säuglings, Geburtsgewicht, Alter der Mutter, ethnische Zugehörigkeit und sozioökonomischen Status war die mütterliche Impfung mit einer 82,2-prozentigen Reduzierung des Krankenhausrisikos verbunden.

Der RSVpreF-Impfstoff, der gegen die Präfusionsform des F-Proteins des Virus gerichtet ist, wird in mehreren Ländern für schwangere Frauen empfohlen. Die Konsistenz der Ergebnisse über verschiedene Studien hinweg, so die Forscher, stelle „eine überzeugende Gelegenheit für die öffentliche Gesundheit dar, die Ergebnisse im frühen Leben zu verbessern".

Die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit sind erheblich

RSV verursacht weltweit schätzungsweise 33 Millionen Fälle und bis zu 100.000 Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren pro Jahr. Die Erkenntnis, dass eine mütterliche Impfung Krankenhauseinweisungen um über 80 % reduzieren kann, könnte die pädiatrische Versorgung verändern, insbesondere in ressourcenarmen Umgebungen.

Source: EurekAlert / UKHSA