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Retter bergen Kleinkind sechs Tage nach Erdbeben in Venezuela – Todeszahl über 1.900

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Sechs Tage verschüttet – eine Wunderrettung

Ein dreijähriges Kind wurde am Montag in Venezuela lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes gezogen – sechs Tage nachdem zwei schwere Erdbeben die Nordküste des Landes erschüttert hatten. Die im venezolanischen Fernsehen übertragene Rettung bot einen seltenen Hoffnungsschimmer in einer Katastrophe, die mindestens 1.900 Menschen das Leben kostete und Zehntausende vermissen lässt.

Ritasol-Palast: Eine Gemeinde ausgelöscht

In La Guaira wurde das Wohnhaus Ritasol Palace bei den Beben fast augenblicklich dem Erdboden gleichgemacht. Nelson Torrealba, der das Gebäude Minuten zuvor verlassen hatte, um einzukaufen, fand bei seiner Rückkehr nur noch einen Trümmerberg vor, unter dem seine Frau und seine beiden Söhne begraben wurden. Vermisstenplakate zieren nun Laternenpfähle und Wände rund um die Unglücksstelle.

UNO warnt vor steigender Opferzahl

Die Vereinten Nationen haben angekündigt, 10.000 Leichensäcke für Venezuela zu beschaffen – ein Hinweis darauf, dass die endgültige Zahl der Todesopfer deutlich steigen dürfte. Die beiden innerhalb weniger Stunden aufeinanderfolgenden Beben haben in der Region La Guaira und Teilen von Caracas verheerende Zerstörungen angerichtet.

Source: BBC News, Reuters