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Ukraine startet 637 Drohnen Richtung Moskau und trifft Wildberries-Logistikzentrum

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Massiver Drohnenangriff auf die Hauptstadt

Die Ukraine hat bei einem der größten Luftangriffe des Krieges 637 Drohnen Richtung Moskau gestartet, wie der Bürgermeister der Stadt mitteilte. Der nächtliche Angriff traf ein Wildberries-Logistikzentrum und verursachte Schäden in der gesamten Hauptstadtregion. Die russische Luftabwehr meldete, viele Drohnen abgefangen zu haben, doch Trümmer und Einschläge führten zu Bränden und Behinderungen am Boden.

Beamte erklärten, der Angriff habe militärischen und logistischen Zielen gegolten. Das Wildberries-Zentrum, eines der größten E-Commerce-Lager Russlands, geriet nach dem Einschlag in Brand. Rettungskräfte arbeiteten bis in den Morgen, um die Flammen einzudämmen. Eine offizielle Zahl der Todesopfer wurde bislang nicht veröffentlicht.

Luftabwehr unter Druck

Das Ausmaß des Angriffs stellte das mehrschichtige Luftabwehrnetz Moskaus auf die Probe. Russland hat seit Kriegsbeginn den Einsatz elektronischer Kampfführung und Abfangsysteme ausgeweitet. Dennoch zwang die schiere Anzahl der Drohnen dazu, einige Flüge umzuleiten und Teile des Luftraums der Stadt zu sperren. Der Bürgermeister forderte die Bewohner auf, in ihren Häusern zu bleiben, da in mehreren Bezirken Trümmer niedergingen.

Die Ukraine hat während des Konflikts immer wieder Langstreckendrohnen eingesetzt, um tief in russisches Territorium vorzudringen. Das Land hat eine eigene Drohnenindustrie aufgebaut, die inzwischen Modelle produziert, die Hunderte von Kilometern fliegen können. Analysten zufolge zielen diese Angriffe darauf ab, die russische Logistik zu stören und die Bevölkerung in der Hauptstadt unter Druck zu setzen.

Was als Nächstes kommt

Der Angriff erfolgte, während Waffenstillstandsgespräche zwischen den USA und dem Iran die globale Aufmerksamkeit beherrschten. Doch der Krieg in der Ukraine bleibt an mehreren Fronten aktiv. Ukrainische Beamte erklärten, die Angriffe seien eine Reaktion auf die jüngsten russischen Bombardierungen ukrainischer Städte, bei denen über Nacht in einer Region mindestens zehn Menschen getötet wurden.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, es werde seinen Militärfeldzug fortsetzen. Internationale Beobachter riefen zur Zurückhaltung auf und warnten, dass Langstreckenangriffe auf zivile Infrastruktur das Risiko einer Eskalation erhöhen. Beide Seiten zeigen kaum Anzeichen für eine Wiederaufnahme von Verhandlungen.

Quelle: ABC News