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Fünf Tote bei neuen russischen Luftangriffen auf die Ukraine

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Nächtliche Angriffe treffen Wohngebiete

Russische Streitkräfte haben über Nacht neue Luftangriffe auf die Ukraine gestartet, bei denen nach Angaben ukrainischer Beamter vom Montag mindestens fünf Menschen getötet wurden. In mehreren Regionen heulten die Luftschutzsirenen, während in Städten im ganzen Land Explosionen gemeldet wurden. Rettungskräfte verbrachten die Nacht damit, Bewohner aus beschädigten Gebäuden zu bergen, und Beamte warnten, dass die Zahl der Todesopfer steigen könnte, wenn die Trümmer beseitigt werden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beschuldigte Moskau, die zivile Infrastruktur ins Visier zu nehmen. Er sagte, die Angriffe hätten Wohngebäude, Energieanlagen und ein Lagerhaus getroffen. Die russischen Behörden meldeten unterdessen, dass ein Lagerhaus auf ihrem eigenen Territorium getroffen worden sei, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Moskau erklärte, seine Luftabwehr habe über Nacht mehrere ukrainische Drohnen abgeschossen.

Selenskyj beschuldigt Moskau, Zivilisten ins Visier zu nehmen

„Sie kämpfen gegen unser Volk, nicht gegen unsere Armee“, sagte Selenskyj in einer abendlichen Ansprache. Er wiederholte seine Forderung an die westlichen Verbündeten, mehr Luftverteidigungssysteme und Langstreckenwaffen zu liefern. Ukrainische Beamte erklärten, die Luftabwehr habe einen Teil der ankommenden Raketen und Drohnen abgefangen, aber mehrere seien durchgekommen.

Die Angriffe erfolgen nach Wochen intensiver Gefechte. Ukrainische Streitkräfte meldeten neue Vorstöße in der Region Dnipropetrowsk, während russische Militärblogger schwere Kämpfe entlang mehrerer Frontstädte beschrieben. Die Angaben beider Seiten konnten nicht unabhängig verifiziert werden.

Diplomatischer Druck wächst

Die nächtlichen Bombardierungen haben die internationalen Rufe nach einer Deeskalation erneuert. Mehrere europäische Regierungen verurteilten die Angriffe in Erklärungen und boten zusätzliche humanitäre Hilfe an. Derzeit sind keine Waffenstillstandsgespräche geplant, und Diplomaten sagten, der Weg zu Verhandlungen bleibe blockiert.

Bewohner der betroffenen Städte beschrieben eine Nacht des Chaos. „Wir haben uns stundenlang im Keller versteckt“, sagte ein Überlebender lokalen Medien. „Das Gebäude wackelte, als wäre es aus Papier.“ Die lokalen Behörden richteten provisorische Unterkünfte ein und begannen, die Schäden an Stromleitungen und Heizsystemen vor dem kommenden Winter zu bewerten. Die Vereinten Nationen erklärten, sie überprüften Berichte über zivile Opfer und riefen beide Seiten auf, bewohnte Gebiete zu verschonen.

Quelle: BBC News