Hitze in drei Ozeanen
Die globalen Ozeantemperaturen sind auf dem Weg, in diesem Jahr den Allzeitrekord zu brechen, warnten Wissenschaftler diese Woche. Neue Daten von Klimaüberwachungsbehörden zeigen, dass die durchschnittlichen Meeresoberflächentemperaturen über dem bisherigen Rekord liegen, der 2023 aufgestellt wurde.
Marine Hitzewellen breiten sich über den Atlantik, den Pazifik und den Indischen Ozean aus. Einige Regionen haben wochenlang Temperaturen mehrere Grad über dem Normalwert erlebt, wobei die Karibik, das Mittelmeer und Teile des westlichen Pazifiks am stärksten betroffen sind.
Was wärmere Meere für Wetter und Wildtiere bedeuten
Die Wärme hat bereits sichtbare Auswirkungen. Korallenriffe in mehreren Regionen haben neue Bleichereignisse erlitten, und Fischpopulationen wandern in kühlere Gewässer, was Fischereigemeinden stört. Wärmere Ozeane verleihen Stürmen auch mehr Energie, und Meteorologen haben festgestellt, dass die diesjährige Hurrikan- und Taifunsaison über dem Durchschnitt liegt.
Marine Hitzewellen können auch Kelpwälder und Seegraswiesen abtöten, die Nahrung und Schutz für unzählige Arten bieten. Wissenschaftler sagten, die aktuellen Ereignisse trügen die Handschrift der langfristigen Erwärmung, die durch Treibhausgasemissionen verursacht wird.
Warum dieser Rekord wichtig ist
Die Rekordhitze kommt, obwohl sich der Pazifik von den El-Nino-Bedingungen entfernt, die normalerweise zusätzliche Wärme zu den globalen Temperaturen beitragen. Dieses Detail sei wichtig, so Wissenschaftler, weil es zeige, dass die Ozeane jetzt hauptsächlich durch den Aufbau von wärmespeichernden Gasen erwärmt werden, nicht durch natürliche Zyklen.
Die Ergebnisse verstärken die Dringlichkeit von Forderungen nach stärkeren Emissionskürzungen vor den bevorstehenden internationalen Klimagesprächen. Forscher stellten fest, dass der Ozean mehr als 90% der überschüssigen Wärme aus dem Klimawandel absorbiert und seine steigende Temperatur eines der klarsten Signale dafür ist, dass sich der Planet erwärmt.
Küstengemeinden passen sich bereits an. Einige Fischereihäfen ändern ihre Saisonzeiten, und Reiseveranstalter, die von Korallenriffen abhängig sind, beobachten das Bleichen mit Sorge. Wissenschaftler sagten, die kommenden Monate werden zeigen, ob der Ozean wieder abkühlt oder noch weiter steigt.