Umwelt

Globale Meeresoberflächentemperatur erreicht Rekordhoch, berichtet Copernicus

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Ozeanhitze erreicht neuen Höchststand

Der Copernicus-Klimawandeldienst gab bekannt, dass die tägliche globale Meeresoberflächentemperatur den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht hat. Der Wert übertrifft den bisherigen Rekord vom letzten Jahr. Wissenschaftler sagten, der Ozean absorbiere mehr als 90 Prozent der zusätzlichen Wärme, die durch Treibhausgase eingefangen wird, und diese Wärme zeige sich nun im Oberflächenwasser.

El Niño trägt zusätzlich bei

Forscher sagten, El-Niño-Bedingungen hätten dazu beigetragen, die Temperaturen zusätzlich zum langfristigen Erwärmungstrend zu erhöhen. El Niño ist ein natürliches Klimamuster, das Wärme aus dem tiefen Ozean in die Atmosphäre freisetzt. Wenn es sich mit der vom Menschen verursachten Erwärmung verbindet, ist das Ergebnis extreme Ozeanhitze. Der aktuelle Rekord kommt nach Monaten ungewöhnlich warmen Wassers im Pazifik, Atlantik und Indischen Ozean.

Was wärmere Meere bedeuten

Wärmere Ozeane haben weitreichende Auswirkungen. Sie verstärken Hurrikane und Taifune, die Energie aus warmem Oberflächenwasser ziehen. Sie stressen Korallenriffe, die bleichen und absterben, wenn das Wasser zu heiß wird. Sie stören Fischbestände, von denen Millionen Menschen für ihre Nahrung abhängen. Und sie beschleunigen das Schmelzen des Polareises, was den Meeresspiegel ansteigen lässt. Küstengemeinden spüren die Auswirkungen bereits, von schwereren Sturmfluten bis zu zusammenbrechenden Fischereien.

Wissenschaftler sagten, der neue Rekord sei ein weiteres Zeichen dafür, dass sich die Hitze des Planeten schneller aufbaut als erwartet. Die wärmsten Ozeanjahre seit Beginn der Aufzeichnungen fanden alle im letzten Jahrzehnt statt, so Copernicus-Daten. Forscher forderten schnellere Emissionssenkungen, um das Tempo der Ozeanerwärmung zu verlangsamen und den Meeresökosystemen eine Chance zur Anpassung zu geben.

Quelle: Copernicus Climate Change Service