Eine Rettung nach neun Tagen unter der Erde
Rettungskräfte in Nepal haben am Freitag zwei Arbeiter lebend aus einem überfluteten Wasserkraft-Tunnel geholt, neun Tage nachdem eine Flutwelle die Region verwüstet hatte. Die Männer wurden aus dem Haupttunnel des Trishuli-3A-Wasserkraftprojekts im Distrikt Rasuwa gebracht und in ein Krankenhaus in Kathmandu geflogen. Beamte sagten, beide seien in stabilem Zustand.
Hunderte werden noch vermisst
Videoaufnahmen vom Ort zeigten den ersten geretteten Arbeiter, schlammbedeckt, als Armeepersonal ihn auf einer Trage wegbrachte. Die Flut traf am 26. August ein und wurde vermutlich durch einen Gletscherkollaps verursacht. Sie riss Dörfer mit sich und tötete in Nepal mehr als 1.200 Menschen. Der Verband unabhängiger Stromerzeuger Nepals erklärte, mindestens 557 Arbeiter des Trishuli-3A-Projekts würden vermisst, etwa 115 sollen im Haupttunnel eingeschlossen sein.
Hoffnung auf weitere Überlebende
Die Rettung nährte die Hoffnung, dass weitere Menschen lebend gefunden werden könnten. Die von der Armee geführten Teams gruben rund um die Uhr weiter. Die Arbeiten gehen langsam voran, da die Flut den Tunnel mit Schlamm und Gestein gefüllt hat. Beamte gaben keinen Zeitplan für die Erreichung der übrigen eingeschlossenen Arbeiter bekannt, sagten aber, die Suche werde fortgesetzt, solange jemand gerettet werden könne.