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Überschwemmungskatastrophe in Nepal: Zahl der Todesopfer übersteigt 1.000

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Tunnel wurden zu Todesfallen

Die Zahl der Todesopfer der Sturzfluten an der nepalesisch-tibetischen Grenze in der vergangenen Woche hat 1.000 überschritten, und Rettungskräfte graben weiterhin durch schlammgefüllte Tunnel, in denen mehr als 600 Wasserkraftarbeiter vermutet werden. Beamte in Nepal sagen, dass etwa 3.900 Menschen vermisst werden, die meisten aus Dörfern, die weggespült wurden, als das Wasser das Bhote-Koshi-Flusstal hinunterschoss.

Tunnel wurden zu Todesfallen

Die Katastrophe begann, als ein Erdrutsch Wasser aus einem hochgelegenen Gletschersee flussabwärts schickte. Arbeiter an Wasserkraftstandorten entlang des Trishuli-Flusses hatten wenig Zeit zu reagieren. Einige schafften es, um Hilfe zu rufen, als das Wasser kam, und Überlebende sagten, die Flut habe sie gejagt, als sie zu den Tunneleingängen rannten. Ingenieure pumpen Luft in die Tunnel, und ein Rettungsteam betrat einen Tunnel, zog sich jedoch zurück, nachdem es niemanden darin gefunden hatte.

Rettungskräfte sprengen nun Hänge auf, um die eingeschlossenen Arbeiter zu erreichen. Die Operation wird von chinesischem und nepalesischem Militär geleitet, mit Experten aus Indien, Südkorea und Australien. Die nepalesische Armee hat mindestens vier Leichen aus drei Tunneln geborgen. Premierminister Balendra Shah sagte am Montag, dass 279 Menschen von den Standorten gerettet worden seien.

Familien warten und hoffen

Familien der Vermissten campieren in der Nähe der Tunneleingänge und warten auf Neuigkeiten. Viele der Arbeiter waren bei Wasserkraftprojekten entlang des Flusses beschäftigt, darunter das Chilime-Werk im Distrikt Rasuwa, einem der am stärksten betroffenen Gebiete. Etwa jeder siebte Vermisste soll in solchen Anlagen gearbeitet haben.

Das Ausmaß der Katastrophe wirft neue Fragen auf, wie schnell sich Nepal auf klimabedingte Überschwemmungen vorbereitet. Wissenschaftler sagen, dass steigende Temperaturen die Himalaya-Gletscher schneller schmelzen lassen und instabile Seen hinterlassen, die ohne Vorwarnung ausbrechen können. Die Flut traf auch die tibetische Seite der Grenze, wo Informationen über Opfer begrenzt waren.

Rettungsbemühungen gehen weiter

Beamte sagen, die Chancen, weitere Überlebende zu finden, schwinden, aber die Suche hat nicht aufgehört. Etwa 4.000 Menschen werden in beiden Ländern noch vermisst, und Hilfsorganisationen warnen, dass abgelegene Bergdörfer noch abgeschnitten sein könnten. Die Regierung sagt, ihr Fokus werde sich nun auf den Wiederaufbau verlagern, während Rettungsteams rund um die Uhr weiterarbeiten.

Quelle: BBC News