Nächtliche Angriffe treffen Wohngebiete
Russische Raketen haben in der Nacht Ziele nahe Kiew getroffen und dabei drei Menschen getötet, darunter ein Kind, wie ukrainische Beamte mitteilten. Die Angriffe trafen Wohnviertel am Rande der Hauptstadt. Rettungskräfte arbeiteten die ganze Nacht, um die Trümmer zu durchsuchen. Lokale Behörden bestätigten, dass das Kind unter den Toten war, und mehrere weitere Menschen wurden verletzt.
Die Angriffe sind Teil einer anhaltenden Bombardierungskampagne, die für Gemeinden rund um Kiew fast zum Alltag geworden ist. Vor dem Eintreffen der Raketen heulten Luftschutzsirenen in der gesamten Region. Die ukrainische Luftwaffe erklärte, sie habe eine Reihe ankommender Waffen abgefangen, aber mehrere durchbrachen die Abwehr und erreichten ihre Ziele.
Ukraine warnt vor schwindenden Abfangraketen
Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, der Angriff unterstreiche ein wachsendes Problem: Der Ukraine gehen die Abfangraketen aus. Er warnt seit Wochen, dass die Bestände an westlich gelieferter Luftverteidigungsmunition schrumpfen. Ohne weitere Lieferungen, so sagte er, würden Städte und Gemeinden schwerer zu schützen sein.
Die Ukraine hat Verbündete wiederholt gebeten, Lieferungen von Patriot-Systemen und anderen Luftverteidigungswaffen zu beschleunigen. Westliche Regierungen haben zusätzliche Unterstützung zugesagt, aber Beamte in Kiew sagen, der Fluss an Hardware habe nicht mit der Intensität der russischen Angriffe Schritt gehalten.
Forderungen nach mehr Luftverteidigungshilfe
Die Todesfälle wurden von ukrainischen Beamten scharf verurteilt. Regionale Führer forderten eine schnellere Lieferung der versprochenen Luftverteidigungssysteme. Internationale Beobachter drängten die Verbündeten ebenfalls zum Handeln und wiesen darauf hin, dass bei wiederholten Angriffen auf Wohngebiete Kinder getötet wurden.
Diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges bleiben ins Stocken geraten. Beide Seiten zeigen wenig Bereitschaft zu Gesprächen, und die Kämpfe gehen an mehreren Frontlinien weiter. Vorerst bleiben die Gemeinden nahe Kiew zurück, um die Kosten einer weiteren Nacht der Angriffe zu zählen, während Familien um die neuesten Opfer trauern und Luftverteidigungsbesatzungen sich auf das Kommende vorbereiten.