Millionen in Teheran bei Trauerzug
Am Samstag begann im Iran eine mehrtägige Trauerfeier für den bei US-Israel-Angriffen getöteten Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei. Hunderttausende füllten den Gebetsplatz Grand Mosalla in Teheran, viele schlugen sich vor Kummer auf die Brust. Laut iranischen Staatsmedien werden Millionen während der sechstägigen Veranstaltung erwartet.
Würdenträger aus über 100 Ländern
Vertreter aus China, Russland, Pakistan und Dutzenden weiteren Nationen reisten nach Teheran. China entsandte erstmals seit Kriegsbeginn einen hochrangigen Beamten. Die iranischen Behörden verhängten strenge Sicherheitsvorkehrungen, Militärkommandeure warnten die USA und Israel vor Angriffen während der Zeremonien. Der Trauerzug führte durch die Teheraner Innenstadt, bevor der Leichnam zur Grabstätte gebracht wird.
Nachfolge des Obersten Führers ungewiss
Die Trauerfeiern kommen zu einer heiklen Zeit für die politische und religiöse Führung des Iran. Khameneis Tod hat einen noch laufenden Nachfolgeprozess ausgelöst, bei dem verschiedene Fraktionen um Einfluss ringen. Die Zeremonien dienen auch der Zurschaustellung nationaler Einheit und des Widerstands gegen den Westen; Trauernde skandieren regelmäßig anti-amerikanische und anti-israelische Parolen.