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Erdbeben der Stärke 7,7 erschüttert die Flores-Region in Indonesien, Dutzende Tote

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Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 hat am frühen Samstag vor der Küste der indonesischen Insel Flores die Region erschüttert, mindestens 38 Menschen getötet und Gebäude in der Provinz Ost-Nusa Tenggara zum Einsturz gebracht. Das Beben ereignete sich um 5:58 Uhr Ortszeit, sein Epizentrum lag etwa 68 Kilometer nordnordwestlich der Stadt Ende, so der United States Geological Survey. Es ereignete sich in einer Tiefe von 10 Kilometern.

Tsunami-Warnung und Evakuierungen

Nach dem Beben gaben die Behörden eine Tsunami-Warnung heraus und forderten die Küstenbewohner auf, ins Landesinnere oder in höher gelegene Gebiete zu ziehen. In Ost-Manggarai evakuierten die Menschen in höher gelegene Gebiete, während Krankenhausmitarbeiter in mehreren Städten Patienten ins Freie brachten und Betten, Infusionsständer und Sauerstoffflaschen trugen, um provisorische Behandlungsbereiche einzurichten.

Rettungskräfte der indonesischen Such- und Rettungsagentur (BASARNAS) arbeiteten den ganzen Tag daran, Trümmer von beschädigten Gebäuden in Maumere, der größten Stadt der betroffenen Region, zu beseitigen. Auch in Ruteng und anderen Städten der Insel wurden Schäden gemeldet.

Eines der stärksten Beben dieses Jahres

Das Erdbeben gehört zu den stärksten, die weltweit bisher im Jahr 2026 registriert wurden. Der USGS stellte fest, dass seit 1950 37 weitere Erdbeben der Stärke 6 oder größer, darunter fünf mit einer Stärke von 7 oder mehr, im Umkreis von 250 Kilometern um das Epizentrum aufgetreten sind. 1992 erschütterte ein Beben der Stärke 7,8 die Region und zerstörte zusammen mit dem ausgelösten Tsunami Zehntausende Häuser und tötete mindestens 2.500 Menschen.

Die Region liegt am Pazifischen Feuerring, wo tektonische Platten kollidieren und häufige Erdbeben und vulkanische Aktivitäten verursachen. Auf das Hauptbeben am Samstag folgten eine Reihe von Nachbeben, und Beamte warnten, dass die Zahl der Todesopfer steigen könnte, da die Such- und Rettungsarbeiten in abgelegenen Gebieten fortgesetzt werden.

Hilfsmaßnahmen im Gange

Lokale Katastrophenschutzbehörden bewerteten am Samstag die Schäden und koordinierten Hilfslieferungen. Aufnahmen im lokalen Fernsehen zeigten eingestürzte Wände, gerissene Straßen und beschädigte Häuser in den betroffenen Bezirken. Krankenhäuser behandelten die Verletzten aus Vorsicht vor weiteren Nachbeben im Freien.

Das Ausmaß der Schäden ist noch unklar, da einige betroffene Dörfer nur mit dem Boot oder über beschädigte Straßen erreichbar sind. Die Behörden erklärten, sie priorisierten die Such- und Rettungsarbeiten in Maumere und den umliegenden Bezirken vor dem erwarteten Regen.

Quelle: Associated Press