Umwelt

Mehr als 145 Grauwale sind 2026 tot an der Pazifikküste angespült worden

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Ein katastrophales Sterbeereignis

Mindestens 145 Grauwalkadaver wurden im Jahr 2026 bisher an Stränden von Kalifornien bis Alaska dokumentiert, so Strandungsnetzwerke und Bundesbehörden. Forscher sagen, die Zahl sei nur ein Bruchteil der tatsächlichen Todeszahl, da die meisten Wale, die auf See sterben, auf den Meeresboden sinken und nie gezählt werden.

Das Sterben wurde als katastrophales Sterbeereignis erklärt. Im letzten Jahr wurden 179 Grauwale tot an der Küste gefunden. Alaska hat in diesem Jahr 13 Strandungen verzeichnet. Allein im Bundesstaat Washington haben Strandungsteams laut der Arbeitsliste von Cascadia Research eine stetige Reihe von Todesfällen von März bis Mai verfolgt.

Unterernährung ist der Hauptbefund

Unterernährung ist der häufigste Befund bei untersuchten Walen. Wissenschaftler führen das Problem auf wärmere Ozeane und schrumpfende Nahrungsvorräte im Pazifik zurück, wo Grauwale sich von winzigen Krebstieren, sogenannten Flohkrebsen, ernähren. Einige Wale zeigten auch innere Verletzungen, die mit Schiffskollisionen vereinbar sind.

Die Grauwalpopulation hat schon früher Boom-und-Bust-Zyklen durchgemacht, aber Forscher sagen, dass die aktuellen Verluste zusätzlich zu einem breiteren Rückgang kommen. Eine aktuelle Zählung ergab, dass die Population im östlichen Nordpazifik auf dem niedrigsten Stand seit Jahren ist, und Wissenschaftler warnen, dass klimabedingte Veränderungen der arktischen Nahrungsgründe die Menge an verfügbarer Nahrung pro Saison verringern könnten.

Was Forscher beobachten

NOAA und das West Coast Marine Mammal Stranding Network verfolgen die Verluste und bitten die Öffentlichkeit, Sichtungen toter oder notleidender Wale zu melden. Forscher untersuchen jeden Kadaver auf Hinweise zu Körperzustand, Krankheit und Verletzung.

Die Schlüsselfrage ist, ob die Strandungen im Laufe der Fütterungssaison nachlassen oder das ganze Jahr über anhalten. Da die Nahrungsvorräte durch ein wärmeres Klima unter Druck stehen, sagen Wissenschaftler, dass der kommende Winter ein Test dafür sein wird, wie viel sich die Population vor dem nächsten Migrationszyklus erholen kann.

Quelle: Mongabay / Alaska Public Media