Historischer Wald von Flammen verwüstet
Der französische Präsident Emmanuel Macron besuchte am Donnerstag das Feuerwehrkommando in Noisy-sur-Ecole, um die Schäden durch die Waldbrände zu begutachten, die mindestens 2.000 Hektar des historischen Waldes von Fontainebleau südlich von Paris verzehrt haben. "Euer Wald ist unser Wald, denn er ist ein Schatz", sagte Macron und kündigte eine Spendenkampagne zur Wiederaufforstung der beschädigten Fläche an. Das Feuer zwang 1.000 Bewohner zur Evakuierung und erforderte hunderte Feuerwehrleute. Fontainebleau, ein 20.000 Hektar großes Waldgebiet, das Generationen französischer Künstler inspirierte und als Wochenendausflugsziel der Pariser dient, erlitt den schlimmsten Brand seit Jahrzehnten.
Kanadischer Rauch erreicht USA
Jenseits des Atlantiks legte Rauch von Hunderten von Waldbränden in Kanada einen weiten Teil der Vereinigten Staaten vom Mittleren Westen bis zum Nordosten lahm. New York City war in einen orangefarbenen Dunst gehüllt, die Luftqualität erreichte ungesunde Werte. Die Behörden riefen die Bewohner auf, in Innenräumen zu bleiben. Der Rauch erschwert die Vorbereitungen für das für Sonntag im New York New Jersey Stadium geplante WM-Finale, obwohl Regen die Luft bis zum Spielbeginn klären soll.
Klimatischer Kontext
Wissenschaftler bringen die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Waldbränden mit dem Klimawandel in Verbindung. Ein separater Bericht der Nationalen Akademie der Wissenschaften untersuchte diese Woche die Zuordnung extremer Klimaereignisse und stellte sich der politischen Klimaleugnung mit wissenschaftlichen Beweisen entgegen. Ontario beantragte Bundesunterstützung zur Evakuierung abgelegener nördlicher Gemeinden, die von Waldbränden verwüstet wurden, während sich die Lage in Kanada weiter verschlechterte.