Stärkere Schwankungen im Pazifik
El-Niño-Ereignisse sind seit der vorindustriellen Zeit um fast 40 % stärker geworden, so eine neue Studie. Wissenschaftler analysierten Korallen von den Galápagos-Inseln, um zu rekonstruieren, wie sich das Klimamuster über Jahrhunderte verändert hat.
El Niño ist ein natürlicher Zyklus im tropischen Pazifik. Alle paar Jahre breitet sich warmes Wasser über den Ozean aus und verändert das Wetter rund um den Globus. Einige Regionen bekommen Überschwemmungen, andere Dürre, und die globalen Temperaturen steigen tendenziell.
Was die Korallen zeigen
Korallenskelette zeichnen die Meeresbedingungen Jahr für Jahr auf. Die Chemie der Korallen erfasst vergangene Meeresoberflächentemperaturen und gibt den Forschern eine lange Geschichte der El-Niño-Stärke. Der Vergleich moderner Aufzeichnungen mit jahrhundertealten Korallen zeigt einen klaren Trend.
Die Studie findet, dass die stärksten El-Niño-Ereignisse jetzt ein Niveau erreichen, das in der historischen Aufzeichnung nicht zu sehen ist. Die Autoren sagen, die Verbrennung fossiler Brennstoffe sei der Haupttreiber, da wärmere Ozeane dem natürlichen Zyklus mehr Energie zuführen.
Warum es wichtig ist
Stärkere El-Niño-Ereignisse bedeuten extremere Wetterlagen. Bauern in Asien und Südamerika sind größeren Schwankungen zwischen Dürre und Flut ausgesetzt. Küstengemeinden kämpfen mit stärkeren Regenfällen, während andere Regionen unter Rekordhitze leiden.
Wissenschaftler sagen, der Trend werde sich wahrscheinlich fortsetzen, während sich der Planet erwärmt. Sie fordern bessere Frühwarnsysteme und eine stärkere Vorbereitung in den am stärksten von El Niño betroffenen Regionen, damit das nächste große Ereignis die Welt nicht überrascht.