Welt

China warnt, dass es seine Interessen verteidigen wird, während die USA die Iran-Sanktionen verschärfen

17 Ansichten

Die USA haben ihre Wirtschaftskampagne gegen den Iran ausgeweitet, und China wehrt sich. Peking erklärte, es werde seine eigenen Interessen schützen, nachdem Washington gedroht hatte, jede Nation zu isolieren, die weiterhin Geschäfte mit Teheran macht.

US-Finanzminister Scott Bessent nannte die Bemühungen die größte Finanzoffensive, die je gegen den Iran gestartet wurde. Er sagte, die USA würden alle wirtschaftlichen Beziehungen zu dem Land abbrechen. Er warnte auch, dass jede Nation, die finanziell mit dem Iran zusammenarbeitet, ebenfalls mit Isolation rechnen müsse.

Wandel vom Krieg zum wirtschaftlichen Druck

Der iranische Präsident sagte am Freitag, die Welt habe den Sieg des Landes im jüngsten Konflikt anerkannt. US-Vizepräsident JD Vance nannte wirtschaftlichen Druck das effektivste Werkzeug, das wir haben.

Die USA haben nun die Möglichkeit einer unbefristeten Blockade des Iran angedeutet. Der Konflikt dreht sich um die Straße von Hormus, eine schmale Wasserstraße, über die ein großer Teil des weltweiten Öls transportiert wird. Schiffe in der Straße waren am 25. August 2026 in der Nähe des Strandes von Bandar Abbas im Iran sichtbar.

Der iranische Außenminister nannte die Drohung neuer US-Wirtschaftssanktionen verzweifelt. Er bestand darauf, dass Teheran dem Druck nicht nachgeben werde.

Chinas Warnung

China kauft einen Großteil des Öls, das der Iran verkauft. Die US-Drohung, Nationen zu isolieren, die mit Teheran Geschäfte machen, trifft daher direkt Peking.

China werde seine legitimen Interessen schützen, erklärte das Außenministerium in einer Stellungnahme. Die Formulierung war kurz, aber die Botschaft war klar: Peking wird nicht einfach Washingtons Führung folgen.

Es bleibt unklar, ob die USA die Maßnahmen direkt auf China anwenden werden. Ein solcher Schritt könnte die Reibungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt verschärfen und sich auf die globalen Lieferketten auswirken.

Was als Nächstes passiert

Diplomaten beobachten zwei Fragen genau. Erstens: Wird China weiterhin iranisches Öl kaufen? Zweitens: Werden andere Käufer wie Indien und die Türkei dem US-Vorstoß nachkommen?

Analysten sagen, die Kampagne sei ein Test dafür, wie weit wirtschaftliche Staatskunst gehen kann, wenn militärische Optionen beiseitegelegt wurden. Teheran sagt vorerst, es habe den Krieg gewonnen. Washington sagt, der Finanzkampf habe gerade erst begonnen.

Quelle: BBC News