Tödliche Beben verwüsten die venezolanische Küste
Rettungskräfte arbeiten gegen die Zeit, um Überlebende zu finden, nachdem am 24. Juni zwei Erdbeben die Nordküste Venezuelas erschütterten und mindestens 920 Menschenleben forderten. Das Beben der Stärke 7,3, gefolgt von einem Nachbeben der Stärke 6,8, ebnete Gebäude im Bundesstaat La Guaira dem Erdboden gleich und verursachte Schäden in der Hauptstadt Caracas. Krankenhäuser sind überlastet, medizinisches Personal behandelt Tausende Verletzte – angesichts chronischer Versorgungsengpässe, die das Gesundheitswesen seit Jahren belasten.
Kinder in Gefahr – humanitäre Krise verschärft sich
UNICEF berichtet, dass 680.000 Kinder zu den 1,8 Millionen Menschen gehören, die sofortige Hilfe benötigen. Schäden an Krankenhäusern, Schulen und Wassersystemen haben die Lage vertriebener Familien verschlimmert. Die Internationale Organisation für Migration schätzt, dass insgesamt bis zu 6,76 Millionen Menschen betroffen sein könnten, davon zwei Millionen allein in Caracas. Die IOM hat begonnen, vorsorglich gelagerte Hilfsgüter wie Notunterkünfte und lebenswichtige Artikel zu verteilen.
Globale Hilfe läuft an
Das US Southern Command erklärte seine Solidarität mit Venezuela nach einem Treffen mit der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez. Such- und Rettungsteams aus mehreren Ländern sind eingetroffen, um einheimische Kräfte zu unterstützen, die noch Überlebende aus den Trümmern bergen. UN-Vertreter warnen, dass die Bergungsarbeiten eine langfristige Aufgabe sein werden, da das volle Ausmaß der Katastrophe erst allmählich sichtbar wird.