Importe steigen in vielen Kategorien
Das Handelsministerium meldete, dass die Wareneinfuhren im Mai auf 267,8 Milliarden US-Dollar stiegen, den höchsten Stand seit Dezember 2024. Besonders starke Zuwächse verzeichneten Unterhaltungselektronik, Bekleidung und Kraftfahrzeuge. Die Importe von Industriegütern stiegen um 6 %, da die Hersteller vor möglichen weiteren Zollverschärfungen ihre Lager auffüllten. Die Daten kommen vor dem Hintergrund anhaltender Handelsspannungen mit China, der EU und anderen Partnern.
Zollwirkung bleibt hinter den Zielen zurück
Trotz erweiterter Zollabdeckung unter der Trump-Administration hat sich das Handelsdefizit in den ersten fünf Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 % ausgeweitet. Die Tax Foundation schätzt, dass die Zölle von 2026 jeden US-Haushalt mit etwa 700 Dollar belasten. Ökonomen weisen darauf hin, dass der starke Dollar und die robuste Konsumnachfrage die beabsichtigte Wirkung der protektionistischen Handelspolitik abgeschwächt haben.
Auswirkungen auf die Federal Reserve
Das wachsende Handelsdefizit erschwert die geldpolitische Kalkulation der Fed. Die starke Importnachfrage signalisiert eine robuste Binnenwirtschaft, was dafür sprechen könnte, die Zinsen stabil zu halten. Sollte jedoch der Inflationsdruck durch Zölle zunehmen, könnte die Fed erneut unter Druck geraten, die Geldpolitik zu straffen.