USA verzichten auf langfristige Verlängerung
Die Vereinigten Staaten haben es abgelehnt, das US-Mexiko-Kanada-Abkommen (USMCA) automatisch um 16 Jahre zu verlängern. Die Regierung wolle das Abkommen nicht ohne Nachbesserungen durchwinken. Das Handelsabkommen bleibt zwar in Kraft, wird aber nun jährlich überprüft und könnte bereits 2036 auslaufen.
Zwei Billionen Dollar Handelsvolumen gefährdet
Das USMCA sichert jährlich Handelsströme von rund zwei Billionen Dollar in Nordamerika. Die USA fordern Änderungen bei den Ursprungsregeln für Fahrzeuge, einen besseren Zugang zum kanadischen Milchmarkt und Mechanismen, um die Nutzung des Abkommens durch Drittländer wie China zu verhindern.
Industrie reagiert gespalten
Die US-Handelskammer hatte gewarnt, dass verarbeitende Industrie und Landwirtschaft auf grenzüberschreitende Planungssicherheit angewiesen seien. Die US-Stahlindustrie begrüßte die Entscheidung dagegen als Chance, das Abkommen nachzuverhandeln. Das USMCA löste 2020 das NAFTA-Abkommen ab.