Ein Gen im Zentrum der Krankheit
Die meisten Bauchspeicheldrüsenkrebse tragen eine Mutation im Gen KRAS. Dieses Gen steuert Zellwachstum und -teilung; mutiert es, kann Krebs entstehen. Lange galt KRAS als nicht angreifbar. Nun testen Forscher einen anderen Ansatz: einen Impfstoff, der das Immunsystem darauf trainiert, Zellen mit der Mutation zu finden und zu zerstören.
Erste Ergebnisse
Der experimentelle Impfstoff wurde an einer kleinen Gruppe mit hohem Risiko getestet. Er erzeugte eine starke Immunantwort und war gut verträglich. Der Impfstoff soll Krebs verhindern, nicht behandeln – anders als die meisten Krebsimpfstoffe. Bei Erfolg könnte er Menschen mit familiärer Vorbelastung erhalten.
Wie es weitergeht
Die Ergebnisse sind vorläufig. Die Studie war klein und maß Immunantworten, nicht Krebserkrankungen. Eine größere Studie muss zeigen, ob der Impfstoff tatsächlich Tumore verhindert. Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine der tödlichsten Krebsarten. Die Überlebensraten haben sich seit Jahrzehnten kaum verbessert. Ein wirksamer Impfstoff würde das Bild verändern. Der Weg von ersten Erfolgen bis zur Zulassung ist lang.