Waldbrandrauch legt sich über große US-Städte
Rauch massiver Waldbrände in Kanada hat große US-Städte eingehüllt und den Himmel von New York bis Chicago orange gefärbt. Baltimore rief einen Code Purple für die Luftqualität aus – die schwerste Kategorie – und forderte die Bewohner auf, drinnen zu bleiben. Die ikonische Skyline von New York City war in gefährlichen Dunst gehüllt, der vom Hudson River in Hoboken, New Jersey, aus sichtbar war. Die Federal Aviation Administration setzte an mehreren Flughäfen Bodenstopps wegen verminderter Sicht durch, und mehrere Veranstaltungen im Freien wurden abgesagt oder in Innenräume verlegt.
Trump und Ontarios Premier streiten um Schuld
Präsident Trump machte Kanada für die Rauchkrise verantwortlich und sagte, das Land habe seine Wälder und Waldbrände nicht ausreichend bewirtschaftet. Ontarios Premier Doug Ford wies Trumps Breitseite als „absolut inakzeptabel" zurück und wies darauf hin, dass Ontario die Evakuierung von Gemeinden vorbereite und 11 neue Löschflugzeuge bestellt habe. Der Austausch verdeutlicht die wachsenden Spannungen zwischen den USA und Kanada, da klimabedingte Waldbrandsaisons auf beiden Seiten der Grenze heftiger werden.
Extremwetter weltweit
Die Rauchkrise ist nur ein Aspekt eines Sommers extremer Wetterereignisse. Europa verzeichnete während einer Hitzewelle Ende Juni schätzungsweise 10.000 zusätzliche Todesfälle, wobei Frankreich und Spanien am stärksten betroffen waren. Ein Waldbrand im Nordosten Spaniens hat eine Fläche von der Größe San Franciscos verbrannt und mehr als 1.000 Evakuierungen erzwungen. In Texas starben zwei Menschen bei rekordverdächtigen Überschwemmungen. Ein Erdbeben der Stärke 7,4 ereignete sich vor der Küste Mexikos, während Erdrutsche in der chinesischen Region Chongqing 8 Todesopfer und 34 Vermisste forderten. Die EU hat als Reaktion auf die sich beschleunigende Klimakrise weitreichende Änderungen ihres CO2-Marktes vorgeschlagen.