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Wissenschaftler entdecken: Das Gehirn trifft Entscheidungen anders als gedacht

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Entscheidungsnetzwerk des Gehirns komplexer als angenommen

Forscher der Columbia University veröffentlichten am Mittwoch eine Studie, die die lange vertretene Ansicht widerlegt, der präfrontale Kortex sei das primäre Entscheidungszentrum des Gehirns. Mittels hochauflösender fMRT-Scans und neuronaler Aufzeichnungen zeigte das Team, dass Entscheidungen aus einem verteilten Netzwerk von Hirnregionen entstehen, die sich je nach Art der Wahl dynamisch neu organisieren. Einfache Entscheidungen aktivieren andere Schaltkreise als komplexe, wertbasierte Entscheidungen.

Folgen für die Behandlung von Hirnerkrankungen

Die Ergebnisse haben direkte Auswirkungen auf die Behandlung von Erkrankungen wie Sucht, bei denen die Entscheidungsfindung beeinträchtigt ist, und Parkinson, bei dem Dopamin-produzierende Neuronen für bestimmte Entscheidungen geschädigt sind. Das Verständnis, dass verschiedene Entscheidungstypen auf unterschiedlichen neuronalen Schaltkreisen beruhen, könnte zu gezielteren Therapien führen. Die Forscher untersuchen nun, ob dieselben Prinzipien auch für soziale Entscheidungen und moralisches Urteilsvermögen gelten.

CERN plant massiven LHC-Ausbau

Separate kündigte das CERN den umfangreichsten Ausbau des Large Hadron Collider seit seiner Inbetriebnahme an. Das Hochluminositäts-LHC-Projekt wird die Kollisionsraten um den Faktor fünf bis zehn erhöhen und Physikern die Untersuchung seltener Teilchenwechselwirkungen mit beispielloser Präzision ermöglichen. Der Ausbau soll bis 2029 abgeschlossen sein und könnte offene Fragen zur Dunklen Materie und zum Higgs-Boson klären helfen.

Source: Daily8News