Entzündungshemmende Ernährung senkt Demenzrisiko um 31 Prozent
Eine 15-jährige Studie im Journal JAMA Network Open untersuchte ältere Erwachsene und fand heraus, dass diejenigen, die die meisten entzündungshemmenden Lebensmittel aßen – darunter Obst, Gemüse, Bohnen und Tee oder Kaffee – ein um bis zu 31 Prozent geringeres Risiko hatten, an Demenz zu erkranken, verglichen mit Personen, die sich eher entzündungsfördernd ernährten (viel rotes und verarbeitetes Fleisch sowie stark verarbeitete Lebensmittel). Der Vorteil galt auch für Teilnehmer mit bestehenden kardiometabolischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Herzkrankheit oder Schlaganfall.
Schutz auch bei Alzheimer-Biomarkern nachweisbar
Bemerkenswerterweise wurde die Schutzwirkung der entzündungshemmenden Ernährung auch bei älteren Erwachsenen beobachtet, deren Bluttests erhöhte p-tau217-Werte zeigten – ein Biomarker für Alzheimer. Diese Personen lebten fast ein Jahr länger ohne Demenz als solche mit ähnlichen Biomarkerwerten, aber schlechterer Ernährungsqualität. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Ernährungsumstellung selbst nach beginnenden Alzheimer-Veränderungen im Gehirn noch vorteilhaft sein kann.
Mittelmeerdiät senkt Schlaganfallrisiko bei Frauen
Eine separate Studie in Neurology Open Access verfolgte 105.614 Frauen über 21 Jahre und fand heraus, dass diejenigen, die sich am stärksten an eine Mittelmeerdiät hielten – reich an Gemüse, Obst, Fisch, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Olivenöl – ein um 18 Prozent niedrigeres Risiko für jeden Schlaganfall hatten, darunter ein um 25 Prozent niedrigeres Risiko für hämorrhagischen Schlaganfall. Beide Studien unterstreichen die Rolle der Ernährung, nicht nur von Medikamenten, bei der Vorbeugung altersbedingter neurologischer Erkrankungen.