Politics

US-Staatsanwältin stellt Reflecting-Pool-Verfahren ein und erntet Trumps Rüge

22 views

Anklage eingestellt

Die Bundesstaatsanwaltschaft in Washington hat das Verfahren gegen David Hearn eingestellt. Der ehemalige Olympionike war beschuldigt worden, den Lincoln-Memorial-Reflecting-Pool beschädigt zu haben. Nach einer großen Renovierung waren Risse im Boden aufgetaucht.

Am Freitag teilte die Behörde von US-Staatsanwältin Jeanine Pirro mit, die Anklage nicht weiterzuverfolgen. Der Fall hatte viel Aufmerksamkeit aus dem Weißen Haus erfahren. Hearn bestritt die Vorwürfe von Beginn an.

Pfuscharbeit oder Vandalismus

Die Wende beruht auf einem Streit über die Ursache. Präsident Trump sprach von Vandalismus und forderte Anklage. Pirros Behörde kam jedoch zu dem Schluss, dass Pfuscharbeit am Bau die Ursache war.

Trump widersprach öffentlich. Die Meinungsverschiedenheit ist heikel, da Pirro von Trump ernannt wurde und in konservativen Medien bekannt ist. Zuvor hatte er ihre Arbeit gelobt.

Folgen in Washington

Der Fall ist zu einem Politikum geworden. Manche Republikaner kritisieren die Einstellung, Rechtsexperten verteidigen sie als richtig, da die Vorwürfe nicht belegbar seien.

Der National Park Service muss das Becken erneut reparieren lassen. Kosten werden noch geschätzt, ähnliche Betonarbeiten auf der National Mall kosteten Millionen. Das Becken war erst kurz zuvor wiedereröffnet worden.

Der Streit wirft Fragen zum Umgang des Justizministeriums mit Fällen auf, die das Weiße Haus interessieren. Kritiker sprechen von Druck auf Staatsanwälte. Der Vorfall zeigt, wie ein Wartungsproblem schnell zu einer nationalen Geschichte wird – Millionen Touristen besuchen das Denkmal jedes Jahr.

Source: AP News