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Spanien weist Migranten nach Marokko zurück, während sich die Grenzkrise in Ceuta verschärft

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Ein Massenandrang erschüttert die Enklave

Zehntausende Menschen sind aus Marokko nach Ceuta gelangt, einer spanischen Enklave an der nordafrikanischen Küste. Der Ansturm überforderte die örtlichen Behörden. An einem einzigen Tag kamen so viele Menschen wie nie zuvor. Die Straßen füllten sich, die Notdienste kämpften um Ordnung. Viele Migranten waren junge Männer, aber auch Familien mit Kindern waren darunter. Unterkünfte und Aufnahmezentren waren binnen Stunden überfüllt.

Spaniens harte Linie

Spanien schob tausende Migranten über die Grenze nach Marokko zurück. Menschenrechtsgruppen kritisierten dies scharf, da das Asylrecht umgangen werde. Ministerpräsident Pedro Sánchez verteidigte das Vorgehen und warf anderen EU-Staaten vor, egoistisch und rechtswidrig zu handeln. Italien kündigte an, das Schengen-Abkommen mit Spanien vorübergehend auszusetzen – ein seltener und ernster Schritt.

Tod und Spaltung

Mindestens 34 Menschen starben laut Behörden und Rettungsorganisationen auf dem Weg nach Spanien. Die Todesfälle verschärfen den politischen Streit in der EU. Einige Regierungen fordern strengere Grenzkontrollen, andere legale Migrationswege. Die Krise hat die alte Debatte neu entfacht: Mauern bauen oder Türen öffnen. Ceuta ist zum Symbol eines Kontinents geworden, der sich in der Migrationsfrage nicht einigen kann.

Source: The Guardian