Inflation erreicht Dreijahreshoch
Die US-Verbraucherinflation beschleunigte sich in den zwölf Monaten bis Mai auf 4,2 Prozent, den stärksten Jahresanstieg seit April 2023, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Der Verbraucherpreisindex stieg gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent und entsprach damit den Erwartungen. Die Energiepreise legten allein im Mai um 3,9 Prozent und im Jahresvergleich um 23,5 Prozent zu – sie machten mehr als 60 Prozent des monatlichen CPI-Anstiegs aus. Die Benzinpreise stiegen im Jahresvergleich um 40,5 Prozent, gingen aber in den letzten Wochen leicht zurück, da die Ölpreise nachließen.
Haushaltsbudgets unter Druck
Die realen durchschnittlichen Stundenverdienste sanken im Jahresvergleich um 0,7 Prozent, nachdem sie im April um 0,3 Prozent gefallen waren – der zweite Monat in Folge mit inflationsbedingten Lohnverlusten. „Die Amerikaner werden finanziell von der Inflation in die Zange genommen“, sagte Heather Long, Chefökonomin bei der Navy Federal Credit Union. „Das sind nicht nur schlechte Wirtschaftsstimmungen, sondern echter finanzieller Druck, besonders auf Mittel- und Unterschichthaushalte.“ Die Fed wird bei ihrer nächsten Sitzung die Zinsen voraussichtlich bei 3,50 bis 3,75 Prozent belassen, könnte aber ihre Lockerungstendenz aufgeben.
Amazon leiht sich 17,5 Milliarden Dollar für KI-Offensive
Amazon sicherte sich eine Kreditfazilität über 17,5 Milliarden Dollar von Banken, während das Unternehmen seine aggressiven Kapitalausgaben für KI-Infrastruktur fortsetzt. Der Schritt folgt auf eine Anleiheemission und unterstreicht die enormen finanziellen Verpflichtungen von Tech-Giganten für künstliche Intelligenz. Die Bank of Canada hielt die Zinsen unterdessen stabil und sah kaum Anzeichen dafür, dass Energiepreise die Inflation in der kanadischen Wirtschaft breitflächig anheizen.