Süßstoffe an menschlichen Darmmikroben getestet
Wissenschaftler führten eine umfassende Laboranalyse häufig verwendeter künstlicher Süßstoffe durch und stellten fest, dass jeder die Wachstumsmuster menschlicher Darmbakterien auf unterschiedliche Weise veränderte. Die diese Woche veröffentlichte Studie testete Aspartam, Sucralose, Saccharin und andere beliebte Süßstoffe gegen eine Reihe von Darmmikroben. Jeder Süßstoff erzeugte einen einzigartigen Fingerabdruck von Bakterienwachstumsveränderungen, was darauf hindeutet, dass die Effekte nicht einheitlich sind. Die Forschung reiht sich ein in wachsende Belege, dass nicht-kalorische Süßstoffe, lange als metabolisch inert betrachtet, aktiv mit dem Darmmikrobiom interagieren.
Auswirkungen auf die Mikrobiom-Gesundheit
Das Darmmikrobiom spielt eine Rolle bei Verdauung, Immunfunktion und sogar psychischer Gesundheit. Veränderungen der Bakterienzusammensetzung wurden mit Stoffwechselstörungen, entzündlichen Darmerkrankungen und Fettleibigkeit in Verbindung gebracht. Obwohl die Studie keine klinischen Ergebnisse bewertete, sagten die Forscher, die deutliche bakterielle Reaktion auf Süßstoffe rechtfertige weitere Untersuchungen der langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen.
Zunehmende Prüfung von Zusatzstoffen
Die Ergebnisse kommen zu einer Zeit, in der Regulierungsbehörden und Verbraucher Lebensmittelzusatzstoffe genauer unter die Lupe nehmen. Die Weltgesundheitsorganisation hat Aspartam kürzlich als "möglicherweise krebserregend" eingestuft, obwohl Lebensmittelindustrie-Verbände seine Sicherheit verteidigt haben. Die neue Studie liefert eine mechanistische Erklärung dafür, wie Süßstoffe über das Mikrobiom die Gesundheit beeinflussen könnten, was zukünftige Regulierungsüberprüfungen beeinflussen könnte.