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NASA-Energieplan 'Big Bang' soll Voyager-Sonden bis in die 2030er Jahre am Leben halten

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Zwei alte Entdecker, schwindende Kraft

Die Voyager 1 und Voyager 2 der NASA erforschen seit fast 50 Jahren den Weltraum. 1977 gestartet, reisen beide Sonden nun durch den interstellaren Raum, weit jenseits der schützenden Blase der Sonne. Aber ihre nuklearen Energiequellen altern. Jedes Jahr erzeugen die Raumfahrzeuge weniger Strom, und Ingenieure müssen entscheiden, welche Instrumente sie am Leben halten.

Die Voyager 1 ist etwa 169,8 Astronomische Einheiten von der Erde entfernt. Die Voyager 2 ist ungefähr 143,1 AE entfernt. Kein anderes von Menschenhand geschaffenes Objekt hat in dieser Region operiert.

Das Big-Bang-Manöver

Im April schalteten Ingenieure am Jet Propulsion Laboratory der NASA ein Instrument auf der Voyager 1 ab, das Experiment für niederenergetische geladene Teilchen (LECP). Dieser Schritt verschafft etwa ein Jahr Strom. Er verschafft auch Zeit für eine größere Lösung.

Die Lösung trägt den Spitznamen 'Big Bang'. Die Idee ist, eine Gruppe von strombetriebenen Geräten auf einmal auszutauschen. Einige Geräte werden abgeschaltet. Andere werden durch Alternativen mit geringerem Stromverbrauch ersetzt. Das Ziel ist, das Raumfahrzeug warm genug zu halten, um weiterhin wissenschaftliche Daten zu sammeln.

Das Team wird den Big Bang zuerst an der Voyager 2 testen. Die Voyager 2 hat etwas mehr Strom übrig und ist näher an der Erde, was sie zum sichereren Testobjekt macht. Tests sind für Mai und Juni 2026 geplant. Wenn sie gut verlaufen, werden Ingenieure denselben Fix an der Voyager 1 frühestens im Juli versuchen. Wenn es funktioniert, könnte das LECP der Voyager 1 wieder eingeschaltet werden.

Eine Chance auf die 2030er Jahre

Ingenieure glauben, dass der Energieplan mindestens ein wissenschaftliches Instrument bis in die frühen 2030er Jahre am Laufen halten könnte. Sie weisen sorgfältig darauf hin, dass die Voyagers 47 Jahre im tiefen Weltraum überstanden haben und dass unvorhergesehene Probleme diesen Zeitplan verkürzen könnten.

'Jede Minute eines jeden Tages erforschen die Voyagers eine Region, in der noch nie ein Raumfahrzeug war', sagte Linda Spilker, Voyager-Projektwissenschaftlerin am JPL. 'Das bedeutet auch, dass jeder Tag unser letzter sein könnte. Aber dieser Tag könnte auch eine weitere interstellare Offenbarung bringen.'

Wenn die Sonden gesund bleiben, könnte die Voyager 1 um 2035 etwa 200 Astronomische Einheiten von der Erde erreichen. Ingenieure sagen, das erfordert gutes Glück, gutes Geschick und gute Ingenieurskunst.

Quelle: NASA JPL / Space.com