Ein Standpunkt zum Namen eines Sees
MapQuest, der Kartendienst, den viele zuletzt im Einwahl-Internetzeitalter nutzten, ist plötzlich die meistgeladene Navigations-App in den USA. Der Grund hat nichts mit besseren Wegbeschreibungen zu tun. Das Unternehmen weigerte sich, den Lake Ontario auf seinen Karten in "Lake America" umzubenennen – und Nutzer reagierten mit Massen-Downloads.
Downloads springen an die Spitze der Charts
Die Nutzer belohnten die Entscheidung. Anfang dieser Woche war MapQuest die Nummer 1 der kostenlosen Apps im US-App-Store von Apple und erreichte Platz 8 bei Google Play. Das Unternehmen meldete Hunderttausende neue Downloads, darunter über 100.000 allein am Sonntag – der beste Tag seit einem Jahrzehnt. Die App-Nutzung stieg auf etwa das 50-fache des normalen Niveaus.
Ein Comeback, das auf einem Namen basiert
Branchenbeobachter merken an, dass viele dieser Nutzer die App vielleicht nur einmal öffnen und dann wieder verlassen. Die Episode zeigt jedoch, wie schnell ein politischer Streit einen Verbrauchermarkt umgestalten kann, und bietet MapQuest die Chance, ein Publikum zurückzugewinnen, das es vor Jahren an Google Maps verloren hat.